FC St. Pauli: Lob für Boris Tashchy

Ukrainer als Angreifer der Zukunft?

Boris Tashchy (m.) gegen Sandhausens Aleksandr Zhirov (l.).

Angreifer Boris Tashchy erlebt beim FCSP bislang keine einfache Zeit. ©imago images/foto2press

Im vergangenen Sommer ablösefrei vom MSV Duisburg ans Millerntor gekommen, konnte Boris Tashchy die an seine Verpflichtung geknüpften Hoffnungen im Trikot des FC St. Pauli bisher nicht erfüllen. Aufgrund eines Muskelbündelrisses verpasste der ukrainische Angreifer große Teile der Vorbereitung und die ersten sechs Spieltage, ehe der 26-Jährige dann zum regelmäßigen Joker avancierte.

Bei nur einem Startelfeinsatz kam Tashchy zwölfmal von der Bank und verbuchte im letzten Spiel vor der Corona-Zwangspause beim SV Sandhausen (2:2) mit der Vorlage zum 2:2-Ausgleichstreffer von Dimitrios Diamantakos seine erste Torbeteiligung. Dieser Assist war fraglos wichtig für Tashchys Selbstvertrauen, um den sich im Winter bereits Gerüchte um einen schnellen Abschied aus Hamburg rankten.

Tashchy wieder abzugeben, ist für die Verantwortlichen aber offenkundig kein Thema. Vielmehr spart Sportchef Andreas Bornemann in Bild nun nicht mit Lob für die Entwicklung des technisch beschlagenen Stürmers: „Es ist schön, zu sehen wie er Einstellung und Mentalität zeigt. Er hat fleißig und beharrlich an sich gearbeitet nach vielen Rückschlägen in dieser Saison. Er hat gezeigt, dass er variabel einsetzbar ist.“

Gyökeres und Diamantakos nur bis Saisonende gebunden

Schon im Endspurt der laufenden Spielzeit könnte Tashchy nun eine wichtigere Rolle spielen als bislang und mit Blick auf die neue Saison ist sogar ein deutlicher Aufstieg in der internen Hierarchie denkbar. Weil mit dem ausgeliehenen Viktor Gyökeres und mit Dimitrios Diamantakos zwei andere Stürmer nur bis zum 30. Juni gebunden sind, während Henk Veerman andernorts Begehrlichkeiten weckt, scheint nur der Verleib des mit einem bis 2022 laufenden Vertrag ausgestatteten Tashchy gesichert.

Nachdem Trainer Jos Luhukay zuletzt mehrfach mit Veerman und Diamantakos eine Doppelspitze aufgeboten hat und die Variante mit einer zentralen Spitze nicht mehr in Stein gemeißelt ist, sollten sich für Tashchy aber bereits in der Spielzeit 2019/20 vermehrt Chancen ergeben. Erst recht, da der einstige U21-Nationalspieler der Ukraine auch hängend agieren und um einen Mittelstürmer wie Veerman herumspielen kann.