FC St. Pauli: Mit mutigem Auftritt zum Derbypunkt

Schon das vierte Unentschieden im sechsten Spiel

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 31.10.20 | 07:25
Timo Schultz

Punktgewinn in seinem ersten Derby als Cheftrainer: Timo Schultz. © imago images / osnapix

Gegen den 1. FC Nürnberg (2:2) und bei Darmstadt 98 (2:2) hat der FC St. Pauli zwei Mal nach Rückständen noch gepunktet. Im Derby beim Hamburger SV stand am Freitagabend erneut ein 2:2, diesmal allerdings nach einer eigenen Führung. Als Simon Makienok in der 82. Minute das 2:1 für die Kiezkicker erzielte, war die Hoffnung auf den dritten Sieg in Serie gegen den Stadtrivalen groß, zerplatzte indes keine zwei Zeigerumdrehungen später mit dem 2:2 durch Simon Terodde.

Auch wenn die Gäste angesichts der verspielten Führung auch eine gewisse Enttäuschung nicht verbergen konnten, zog St. Paulis Trainer Timo Schultz auf der vereinseigenen Webseite dennoch ein positives Fazit. Insbesondere auch deshalb, weil seine Vorgaben umgesetzt wurden: „Ich habe meinem Team in der Besprechung gesagt, dass ich heute nur eine Sache nicht haben möchte: Eine mutlose Mannschaft, die nur verwaltet. Wir möchten zeigen, dass wir Tore schießen wollen und das haben beide Teams heute getan.“

Richtungsweisendes Heimspiel gegen den KSC

Ähnlich äußerte sich Luca Zander, der mit seinem Kommentar auch den Trainer lobte: „Wir hatten einen guten Plan, der weitestgehend aufgegangen ist. Wir haben uns nicht hinten reingestellt und probiert Druck zu machen“, so der Rechtsverteidiger, der sich mit seinen Kollegen nun auf das Heimspiel am nächsten Sonntag gegen den Karlsruher SC fokussieren wird.

„ Wir hatten einen guten Plan, der weitestgehend aufgegangen ist. ”
Luca Zander

Dann wäre es nicht unwichtig, nach insgesamt bereits vier Unentschieden an den ersten sechs Spieltagen den zweiten Saisonsieg nach dem 4:2 am zweiten Spieltag gegen den 1. FC Heidenheim einzufahren. In diesem Fall dürfte man am Millerntor auch vorsichtig den Blick nach oben richten. Geht es ohne Sieg in die nächste Länderspielpause, bliebe es hingegen bei einem Platz im Tabellenmittelfeld und einem geringen Abstand nach unten.