FC St. Pauli: Ohne neuen Innenverteidiger in die Saison?

Marc Hornschuh auf einem guten Weg

Marc Hornschuh

Marc Hornschuh (l.) befindet sich 21 Monate nach seinem letzten Einsatz auf einem guten Weg. © imago images / DeFodi

Mit dem zumindest zunächst zur TSG 1899 Hoffenheim zurückgekehrten Justin Hoogma, bei dem weiterhin ein Fünkchen Hoffnung auf eine erneute Ausleihe vorhanden ist, und Brian Koglin (1. FC Magdeburg) haben zwei Innenverteidiger den FC St. Pauli in der laufenden Transferperiode verlassen. Im Gegenzug gekommen ist dafür bislang kein Neuzugang für das Abwehrzentrum und es ist nicht ausgeschlossen, dass es dabei bleibt.

Denn mit Christopher Avevor (Muskelfaserriss), Philipp Ziereis (Kreuzbandriss) und Marc Hornschuh (Rücken-OP) stehen drei Innenverteidiger nach jeweils mehr oder weniger langer Auszeit wieder auf dem Trainingsplatz. Anders als bei Avevor müssen die Verantwortlichen bei Ziereis und Hornschuh allerdings erst noch abwarten.

„Ich muss von Woche zu Woche abwarten, wie das Knie reagiert. Ich will so schnell wie möglich zurückkehren. Aber wenn es Dezember wird, dann ist es auch okay“, macht sich Ziereis im „Kicker“ (Ausgabe 53/2019 vom 27.06.2019) keinerlei Druck.

Hornschuh konnte zwar im Winter etwas Spielpraxis sammeln, stand aber letztmals am 16. September 2017 (0:4 gegen den FC Ingolstadt) in einem Pflichtspiel auf dem Feld. Dann wurde der Defensivmann von einem Bandscheibenvorfall lange aus der Bahn geworfen, ist nun aber endlich wieder fit und kann nach vier Einsätzen in der zweiten Mannschaft im Frühjahr laut eigener Aussage in Bild „in jeder Einheit Vollgas“ geben.

Carstens lauert auf weitere Chancen

Neben Avevor, Ziereis und Hornschuh lauert mit Youngster Florian Carstens, der vergangene Saison bereits gezeigt hat, das Zeug für die 2. Bundesliga mitzubringen, auf weitere Chancen. Und in der bisherigen Vorbereitung zieht Trainer Jos Luhukay häufig auch Marvin Knoll, der im Sommer 2018 eigentlich als Ersatz für Lasse Sobiech im Abwehrzentrum verpflichtet wurde, sich dann aber als Sechser etabliert hat, in die letzte Reihe.

Luhukay besitzt folglich auch ohne zusätzlichen Innenverteidiger einige Variationsmöglichkeiten. Nichtsdestotrotz dürfte St. Pauli zuschlagen, wenn sich eine günstige Gelegenheit ergibt, Qualität hinzuzuholen. Möglicherweise ja Hoogma, der in Hoffenheim gegen große Konkurrenz ankämpfen muss.