FC St. Pauli: Provoziert Aziz Bouhaddouz seinen Abschied?

Angreifer sorgt für viel Unruhe

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 01.10.20 | 10:03
Aziz Bouhaddouz im Spiel gegen Braunschweig

Sorgt aktuell weniger beim Gegner, als im eigenen Umfeld für Unruhe: Aziz Bouhaddouz. ©Imago

Sportlich steht der FC St. Pauli mit sechs Punkten aus den ersten beiden Spieltagen exzellent da und doch herrscht am Millerntor reichlich Unruhe. Auslöser dafür sind Spieler, die bei den Erfolgen der letzten beiden Wochen keine oder nur eine kleine Rolle spielten.

Nachdem Torhüter Philipp Heerwagen nach seinem internen Abstieg zur Nummer drei öffentlich über einen Abschied nachdachte, kündigte auch Kapitän Bernd Nehrig gegenüber der Morgenpost an, sich „spätestens im Winter Gedanken machen“ zu müssen, sollte sich an seiner Reservistenrolle bis dahin nichts geändert haben.

Verein lehnt „Lösungsvorschlag“ ab

Für das meiste Aufsehen sorgte freilich Aziz Bouhaddouz, der am Dienstag ebenfalls in der „Morgenpost“ seine Nichtberücksichtigung an den ersten beiden Spieltagen ebenso beklagte wie eine mangelnde Kommunikation seitens der Verantwortlichen, was Sportchef Uwe Stöver aber nicht stehen lassen wollte.

„Störfeuer in der Form können wir nicht gebrauchen. Es gibt keinen Spieler in der Mannschaft, mit dem wir seit Ende April mehr gesprochen haben als mit Aziz Bouhaddouz“, so Stöver, der wieder via Morgenpost interne Konsequenzen nicht ausschließen wollte: „Das ist etwas, was in der Form nicht geht – und das werden wir auch klar kommunizieren.“

„ Das Angebot haben wir als nicht seriös empfunden. ”
Uwe Stöver

Abgelehnt haben Stöver und der FC St. Pauli unterdessen einen Lösungsvorschlag von Seiten des Spielers. „Das Angebot haben wir als nicht seriös empfunden und deswegen sind wir auch nicht darauf eingegangen“. Wie genau dieses Angebot ausgesehen hat, wollte Stöver nicht verraten. Dem Vernehmen nach hätte Bouhaddouz aber gerne seinen Vertrag gegen eine Abfindung aufgelöst. Auch, um dann ablösefrei wechseln zu können.

Auch wenn dieser Vorschlag zunächst abgelehnt wurde, deutet sich doch mehr und mehr eine Trennung an. Aktuell jedenfalls ist schwer vorstellbar, dass Bouhaddouz nochmal für St. Pauli aufläuft. Ob das kolportierte Interesse von Dynamo Dresden und vom KFC Uerdingen tatsächlich besteht, ist derweil fraglich.

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