FC St. Pauli: Rückkehr von Ryo Miyaichi nicht absehbar

Japaner kommt in der Reha nicht wirklich voran

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 17.10.20 | 07:49
Ryo Miyaichi

Ryo Miyaichi (l.) fehlt St. Pauli wohl noch länger. © imago images / Eibner

Am Montagabend hofft der FC St. Pauli im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg auf den zweiten Dreier im zweiten Auftritt der noch jungen Saison am Millerntor. Während Trainer Timo Schultz dann im Angriff mit Simon Makienok, Guido Burgstaller, Borys Tashchy und Daniel-Kofi Kyereh über die Qual der Wahl verfügt, steht mit Ryo Miyaichi ein anderer, wichtiger Offensivmann unverändert nicht zur Verfügung.

Der schon in der Vergangenheit immer wieder von schweren Verletzungen zurückgeworfene Japaner hatte vergangene Saison zu körperlicher Stabilität gefunden und an den ersten 28 Spieltagen bei 27 Startelfeinsätzen immer gespielt. Nach dem 0:0 gegen den 1. FC Heidenheim Ende Mai klagte Miyaichi über Knieprobleme und setzte einmal aus. Nach seinem schnellen Comeback am 5. Juni beim VfL Bochum stellten sich dann aber Beschwerden im Adduktoren-, Becken- und Hüftbereich ein, die die medizinische Abteilung dazu veranlassten, Miyaichi aus dem Spielbetrieb zu nehmen.

Während der Sommerpause absolvierte der 27-Jährige dann im heimischen Japan eine Reha, die allerdings nicht den erhofften Erfolg hatte. Zurück in Hamburg war Mannschaftstraining weiterhin nicht möglich und auch heute noch plagen den schnellen Flügelspieler Beschwerden im Bereich der Adduktoren und Leiste.

Bornemann rechnet nicht mehr mit schnellem Comeback

Gegenüber der Morgenpost machte St. Paulis Sportchef Andreas Bornemann nun keinen Hehl daraus, dass der Genesungsprozess nicht wie erhofft verläuft. „Die Situation ist für alle Seiten schwierig und auch unbefriedigend. Wir hatten gehofft, dass Ryo schon weiter ist, aber es gibt immer wieder Rückschläge. Im Moment läuft es nach dem Motto: ein Schritt vorwärts, zwei zurück.“

„ Eine Rückkehr ist in weite Ferne gerückt. ”
Andreas Bornemann

„Eine Rückkehr ist in weite Ferne gerückt“, ließ Bornemann auch durchblicken, so schnell nicht mehr mit Miyaichi zu rechnen, der womöglich sogar komplett pausieren soll, um die Probleme auszukurieren. „Wir sind dabei, einen neuen Plan zu erstellen, damit Ryo wirklich Fortschritte machen kann. Für diese Art von Verletzung braucht man wahnsinnig viel Geduld“, so Bornemann weiter, der im Sommer noch mangels passender Option auf dem Transfermarkt auf externen Ersatz verzichtet hatte, in den kommenden Wochen aber die Möglichkeiten in dieser Hinsicht sicherlich genauer unter die Lupe nehmen wird müssen.