FC St. Pauli: Ryo Miyaichi plötzlich eine feste Größe

Japaner verpasste noch keine Minute in dieser Saison

Ryo Miyaichui (l.) gegen Nürnbergs Asger Sörensen.

Ryo Miyaichi (l.) hat sich in der Stammelf des FC St. Pauli festgespielt. ©imago images/Zink

Im Sommer 2015 als großes Talent vom FC Arsenal gekommen, war Ryo Miyaichi beim FC St. Pauli lange wahrlich nicht vom Glück verfolgt. Kurz nach seiner Ankunft zog sich der Japaner im Training einen Kreuzbandriss zu und kam so erst am Ende der Saison 2015/16 zu seinen ersten fünf Einsätzen im braun-weißen Trikot, in denen der Offensivmann aber unter anderem mit zwei Toren sein Potential aufblitzen ließ.

Die folgende Spielzeit 2016/17 verlief dann aber mit nur 17 Einsätzen, davon lediglich acht in der Startelf, auch wegen kleinerer Blessuren erneut nicht nach Plan. Die nächste Hiobsbotschaft sollte in Form eines weiteren Kreuzbandrisses im Sommer 2017 indes erst noch bevorstehen. Miyaichi war wieder außen vor, kam die gesamte Saison 2017/18 nicht zum Einsatz und erlitt nach der Reha im April 2018 einen neuerlichen Nackenschlag mit einer abermaligen Kreuzbandverletzung.

Um eine OP kam der Offensivmann diesmal zwar herum, musste aber erneut in die Reha, in der aber mit gezieltem Muskelaufbau offenbar an den richtigen Stellschrauben gedreht wurde. Nach dem Aufbautraining feierte Miyaichi im September 2018 mit dem 1:0-Siegtreffer beim FC Ingolstadt ein traumhaftes Comeback und ist seitdem von gesundheitlichen Rückschlägen verschont geblieben.

Unter Jos Luhukay gesetzt

Vergangene Saison stand Miyaichi in 25 Partien auf dem Platz und immerhin 17 Mal in der Anfangsformation. Meist auf den offensiven Außenbahnen eingesetzt avancierte der heute 26-Jährige zum Stammspieler und ist mittlerweile sogar eine Konstante im Team von Trainer Jos Luhukay. Unter dem Niederländer verpasste Miyaichi in der Regel als Rechtsaußen, aber auch schon als Rechtsverteidiger eingesetzt, in der laufenden Spielzeit keine Minute.

Sicher ein neues, aber vollumfänglich positives Gefühl für den schnellen Rechtsfuß, für den selbst eine Rückkehr in die japanische Nationalmannschaft nicht mehr utopisch erscheint. Im Jahr 2012 lief Miyaichi zweimal für sein Heimatland auf und wird nun sicherlich alles daran setzen, sich wieder zu empfehlen.

Bislang stimmen in dieser Saison die Leistungen, doch was weitaus wichtiger ist: Miyaichis Körper hält der Belastung stand und Gedanken an ein vorzeitiges Karriereende, die noch vor eineinhalb Jahren zwangsläufig vorhanden waren, sind heute erfreulicherweise in weite Ferne gerückt.

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