FC St. Pauli: Spektakuläres 4:4 in Gladbach

Lienen-Elf verspielt 4:1-Führung

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 26.03.17 | 08:49
Waldemar Sobota

Waldemar Sobota traf zum zwischenzeitlichen 1:1 © Imago

Der FC St. Pauli hat das aufgrund der WM-Qualifikation pflichtspielfreie Wochenende zu einem Trip in den Westen der Republik genutzt. Am gestrigen Freitag statteten die Kiez-Kicker zunächst ihrem Hauptsponsor in Köln einen Besuch ab und reisten dann weiter zu einem Testspiel bei Borussia Mönchengladbach.

Beim Bundesligisten, der trotz einiger Ausfälle noch immer eine sehr namhafte Mannschaft auf den Platz schicken konnte, geriet St. Pauli nach einer halben Stunde durch Ba-Muaka Simakala zwar in Rückstand, doch noch vor dem Seitenwechsel glich Waldemar Sobota zum 1:1-Pausenstand aus. Im zweiten Durchgang sorgten Bernd Nehrig (50.), Jan-Marc Schneider (58.) und Philipp Ziereis (60.) dann binnen zehn Minuten für eine 4:1-Führung der Braun-Weißen. Zum Sieg reichte diese indes nicht, denn zwischen der 77. und 88. Minuten erzielten Andre Hofmann, Kwame Yeboah und Patrick Herrmann noch den Ausgleich der Borussia.

Lienen überwiegend zufrieden

Bevor die Gegentore fielen, hatte Trainer Ewald Lienen bereits fünfmal ausgewechselt und sah nach dem Spiel gegenüber Bild auch darin einen Grund für den verpassten Sieg: „Da haben unsere jungen Leute Lehrgeld gezahlt.“

„ Da haben unsere jungen Leute Lehrgeld gezahlt. ”
Ewald Lienen

Mit der Leistung nach dem Rückstand und bis zur Schlussphase zeigte sich Lienen auf der vereinseigenen Webseite dagegen sehr zufrieden: „Nach einer halben Stunde waren wir dann richtig gut drin und haben uns den Ausgleich verdient. In der zweiten Halbzeit haben wir richtig gut verteidigt, kaum Chancen zugelassen und selber drei Treffer erzielt.“

Seine 45 Minuten Einsatzzeit vor der Pause nur bedingt nutzen konnte derweil Lennart Thy, der am nächsten Wochenende im Kellerduell bei Erzgebirge Aue den gelbgesperrten Torjäger Aziz Bouhaddouz vertreten wird. Dann dürfte sich Lienen von Thy mehr Torgefahr als in Gladbach erhoffen.

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