FC St. Pauli: Weitere Neuzugänge erst im August?

Beim Kiezklub ist Geduld gefragt

Marvin Knoll gegen seinen Ex-Klub Regensburg.

Rückt Marvin Knoll auch zum Saisonstart in die Innenverteidigung? ©imago images/DeFodi

Normalerweise müssen sich Fußball-Fans im Sommer zahlreiche neue Namen und Gesichter einprägen, wenn Ihr Team die Vorbereitung in Angriff nimmt. Beim FC St. Pauli hingegen hält sich diese „Eingewöhnungsphase“ der Anhänger bislang in Grenzen: Mit Rico Benatelli (Dresden) und Borys Tashchy (Duisburg) schlossen sich erst zwei externe Neuzugänge dem Kiezklub an.

Bis weitere Spieler hinzukommen, könnte es unter Umständen aber noch etwas dauern. „Wir denken auch an Leihgeschäfte von Spielern, die bei Erstligaclubs weniger Einsatzchancen haben, aber uns sofort helfen können“, erklärt Sportchef Andreas Bornemann dem Hamburger Abendblatt die Transferstrategie des FCSP.

Rückversetzung bei Knoll dauerhaft?

Dieser startet mit einem Auswärtsspiel in Bielefeld am 29. Juli in die Saison 2019/20, eine Etage höher geht es allerdings erst Mitte August wieder los. Bis sich also endgültig entscheidet, bei welchen Spielern die Aussicht auf Einsatzzeiten in der 1. Liga gering ausfällt, sind die ersten drei Spieltage in Liga zwei bereits absolviert. Ob Spieler ohne Perspektive eben diese dann auf St. Pauli sehen, steht zudem auf einem anderen Blatt.

Während nach den Abgängen von Alex Meier, Sami Allagui und Jan-Marc Schneider noch Verstärkung für die Sturmspitze gesucht wird, könnte sich in der Innenverteidigung eine interne Lösung anbieten. Dort möchte Trainer Jos Luhukay einen Linksfuß aufbieten, um so in der Spieleröffnung variabler agieren zu können.

Marvin Knoll, vor einem Jahr eigentlich für diese Position aus Regensburg geholt, lief in der Vorsaison sowohl unter Luhukay als auch dessen Vorgänger Markus Kauczinski überwiegend in der Mittelfeld-Zentrale auf. Da der im Winter aus Hoffenheim geliehene Linksfuß Justin Hoogma mittlerweile in den Kraichgau zurückkehrte und eine Weiterverpflichtung unter die von Bornemann angesprochene Transferstrategie fällt, könnte die bislang in der Vorbereitung stattgefundene „Versetzung“ Knolls in die Innenverteidigung auch für den Ligastart gelten.