FC St. Pauli: Wer verteidigt im Derby?

Philipp Ziereis fehlt im Training

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 28.10.20 | 07:13
Philipp Ziereis

Für das Derby fraglich: Philipp Ziereis. © imago images / Eibner

An die jüngsten beiden Derbys hat der FC St. Pauli beste Erinnerungen, durften sich die Kiezkicker in der vergangenen Saison doch über zwei 2:0-Siege gegen den Hamburger SV freuen. Dass es gegen den gereift wirkenden Stadtrivalen am Freitag deutlich schwieriger werden wird als im letzten Spieljahr, ahnt man am Millerntor mit Blick auf dessen bisherige Auftritte in der neuen Saison allerdings auch.

Umso wichtiger wäre es, wenn St. Pauli selbst von der ersten bis zur letzten Minute eine konzentrierte Leistung auf den Platz bringen könnte und vor allem nicht wie an vier der ersten fünf Spieltage wieder einem Rückstand hinterherlaufen müsste. Zu einem entscheidenden Faktor dabei wird sicherlich die Defensive, in der Trainer Timo Schultz aller Voraussicht nach wieder eine Dreierkette aufbieten wird.

Die Besetzung der letzten Reihe ist allerdings noch fraglich. Daniel Buballa sollte seinen Platz sicher haben, doch für die beiden übrigen Positionen gibt es mehrere Optionen. Zuletzt beim 2:2 in Darmstadt verteidigen Sebastian Ohlsson und Philipp Ziereis mit Buballa in der Dreierkette, wobei Ohlsson immer auch als rechter Außenverteidiger ein Kandidat ist und im Derby auf diese Position zurückkehren könnte.

Avevor meldet sich zurück

Hinter Ziereis steht unterdessen ein Fragezeichen. Der 27-Jährige musste in Darmstadt vorzeitig wegen Oberschenkelproblemen ausgewechselt werden und fehlte am Dienstag im Training. Dafür war Kapitän Christopher Avevor wieder dabei, der am Wochenende laut Morgenpost aufgrund von Beschwerden am Sprunggelenk und in der Wade hatte aussetzen müssen.

Kommt es nicht zu einem Rückschlag, ist mit Avevor für Freitagabend zu rechnen. Dann könnte auch erstmals Rückkehrer James Lawrence, der nach auskurierter Corona-Infektion allerdings noch nicht lange trainiert und womöglich noch nicht ganz bei 100 Prozent ist, erstmals im Kader stehen.

Melden sich alle Kandidaten für die Abwehrreihe fit, steht Trainer Schultz vor keiner einfachen Entscheidung, die freilich spätestens nach der Länderspielpause zum Normalfall werden dürfte.