FC St. Pauli: Wie lange noch mit Ewald Lienen?

Trainerwechsel offiziell nach wie vor kein Thema

Ewald Lienen

Genießt weiter das Vertrauen: Ewald Lienen © Imago

Nachdem Arminia Bielefeld am Freitagabend mit einer 0:4-Niederlage dafür gesorgt hatte, dass der FC St. Pauli wegen der Tordifferenz zumindest für eine Nacht die rote Laterne an die Ostwestfalen abgeben konnte, ist der Kiez-Klub nach der gestrigen 0:3-Schlappe beim SV Sandhausen wieder zurück am Tabellenende.

Klares Bekenntnis von Meggle

Und nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Art und Weise der vierten Niederlage in Folge verstärkte die Sorgenfalten auf der Stirn der Verantwortlichen. „In den zurückliegenden 90 Minuten hat es nicht viele positive Aspekte gegeben“, unternahm Sportchef Thomas Meggle auf der offiziellen Vereinshomepage denn auch gar nicht erst den Versuch, den Auftritt schönzureden.

Das Problem ist nicht der Trainer, das Problem lag auf dem Platz. (Thomas Meggle)

Gleichzeitig blieb Meggle aber bei seiner klaren Linie, den zwangsläufig in den Blickpunkt rückenden Trainer Ewald Lienen zu stärken: „Wir sprechen und analysieren in guten und in schlechten Phasen und das werden wir weiterhin machen. Das Problem ist aber nicht der Trainer, das Problem lag auf dem Platz.“

Weiter Gerüchte um Luhukay

Meggle legte sich in Heidenheim klar darauf fest, dass Lienen im Amt bleibe. Der 62 Jahre alte Fußball-Lehrer, der in seiner langen Karriere schon einige Entlassungen erleben musste, nimmt diese Rückendeckung dankbar an und betonte in Bild, unbedingt die Wende schaffen zu wollen: „Das ist überhaupt nicht selbstverständlich. Ich bin dankbar, dass der Verein mir diese Solidarität entgegenbringt und dafür sorgt, dass wir da zusammen rauskommen können.“

„Bild“ berichtet allerdings auch erneut davon, dass in den internen Überlegungen der Name Jos Luhukay eine Rolle spielen soll. Der nach dem vierten Spieltag beim VfB Stuttgart zurückgetretene Niederländer stünde sofort zur Verfügung. Möglich, dass dieses Thema heiß wird, wenn es bis zur Länderspielpause im Pokal gegen Hertha BSC sowie danach gegen den 1. FC Nürnberg und bei den Würzburger Kickers weitere Niederlagen hagelt.