FC St. Pauli: Wirklich noch Bedarf in allen Mannschaftsteilen?

Meinung von Jos Luhukay wird nicht von allen geteilt

Jos Luhukay und Andreas Bornemann

Jos Luhukay (r.) und Andreas Bornemann haben den Transfermarkt sicherlich im Blick. © imago images / Oliver Ruhnke

Trotz des ordentlichen Starts bei Arminia Bielefeld (1:1) hallt die Pressekonferenz von Jos Luhukay am Tag vor dem Saisonstart noch nach. Der erfahrene Fußball-Lehrer hatte dabei nicht nur Kritik am Verein im Allgemeinen und am Kader im Besonderen geübt, sondern auch seinen Wunsch nach Verstärkungen für alle Mannschaftsteile deutlich gemacht.

Mit Innenverteidiger Leo Östigard und Angreifer Viktor Gyökeres wurden zwar zuletzt bereits zwei Talente von Brighton & Hove Albion ausgeliehen, aber darüber hinaus stünden dem Kader nach Meinung des Trainers weitere Neuzugänge durchaus gut zu Gesicht.

Insbesondere in der aktuellen Situation mit weiterhin vielen Ausfällen und weil Coach Luhukay aufgrund der Verletzungsgeschichte einiger Spieler nicht ganz unbegründete Zweifel an deren Verfügbarkeit über eine gesamte Saison hinweg hegt.

Momentan sieben Ausfälle

Nichtsdestotrotz saßen in Bielefeld mit Christopher Buchtmann, Cenk Sahin, Jan-Philipp Kalla und Waldemar Sobota auch noch einige gestandene Profis auf der Bank, die Luhukay offenbar im Training und in der Vorbereitung nicht überzeugen konnten, ihre Qualitäten aber schon nachgewiesen haben. Deshalb und weil die meisten Verletzten auf absehbare Zeit wieder zur Verfügung stehen sollten, ist auch eine andere, unter anderem innerhalb der Mannschaft vorhandene Sichtweise möglich, die den Kader bereits als gut aufgestellt erachtet.

Johannes Flum trainiert nach einer Knie-OP bereits wieder mit der Mannschaft und auch Philipp Ziereis, Luca Zander und Henk Veerman befinden sich nach längeren Zwangspausen im Aufbautraining. Rico Benatelli, Borys Tashchy und Leo Östigard laborieren „nur“ an Muskelblessuren und sollten spätestens im Herbst auch bei 100 Prozent sein.

Inklusive der aktuell nicht verfügbaren Spieler umfasst der Kader bereits 29 Akteure inklusive aufstrebender Talente wie Christian Conteh oder Finn Ole Becker, die noch im Sommer nicht unbedingt als vollwertige Kräfte eingeplant werden konnten. Bleiben weitere Verletzungen aus, wären nach der Rückkehr der momentan noch fehlenden Spieler unzufriedene Profis auf der Bank oder gar der Tribüne die Folge.

Ob St. Pauli bis zum Transferschluss am 2. September tatsächlich noch in größerem Umfang tätig wird, dürfte letztlich wesentlich von zwei Faktoren abhängen: Zum einen davon, welchen sportlichen Verlauf die nächsten Wochen nehmen und zum anderen davon, wie sich die Verletztensituation entwickelt.

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