FC St. Pauli: Zieht es den nächsten Leistungsträger nach Belgien?

Nach Mats Möller Daehli auch Henk Veerman im Nachbarland begehrt

Henk Veerman

Vertragsende am 30. Juni 2021: Henk Veerman. © imago images / Nordphoto

Nachdem die nächste DFL-Versammlung um eine knappe Woche auf den 23. April verschoben wurde, müssen die deutschen Profivereine weiterhin auf den erhofften, klaren Fahrplan für die nächsten Wochen und Monate warten. Nahezu unmöglich ist es in dieser Situation, konkret für die neue Saison zu planen. Das gilt natürlich auch für den FC St. Pauli, in dessen Kader gleich zwölf Akteure nur noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020 besitzen.

Noch ein Jahr länger gebunden ist Henk Veerman und dennoch steht auch hinter der Zukunft des niederländischen Angreifers am Millerntor ein Fragezeichen. Denn die inzwischen sicheren Spiele ohne Zuschauer bis mindestens 31. August reißen eine Lücke, die nicht ohne Weiteres zu schließen sein wird. Dank des im Winter erfolgten Verkaufs von Mats Möller Daehli für rund 2,5 Millionen Euro an den KRC Genk befindet sich St. Pauli zwar noch in besserer Lage als viele Ligakonkurrenten, aber dennoch könnte es nötig werden, weitere Leistungsträger abzugeben.

Kann Charleroi mit Europa locken?

Neben Youngster Finn Ole Becker verspricht Veerman den höchsten Ertrag, zumal der 2,01 Meter große Stürmer vielerorts Begehrlichkeiten wecken soll. Nach Informationen der Bild gibt es Interessenten aus der Bundesliga und der zweiten Liga Englands. Vor allem aber soll der belgische Erstligist RSC Charleroi Veerman weit oben auf der Einkaufsliste stehen haben.

Vor der Corona-Zwangspause lag Charleroi auf Platz drei mit guten Aussichten auf Europa. Ob die Saison in Belgien beendet werden kann, ist aber fraglich und für den Fall eines Abbruchs hat die UEFA schon angedeutet, die gemäß der Zwischentabelle für die internationalen Wettbewerbe qualifizierten Vereine nicht zulassen zu wollen.

Wir sind mit Henks Berater in guten Gesprächen. (Andreas Bornemann)

Sollte Charleroi aber international vertreten sein, würde ein Engagement für Veerman sicherlich nicht unattraktiver. Aktuell aber ist völlig offen, wie der nach auskurierter Schulterverletzung für einen Saisonendspurt fitte Niederländer plant. St. Paulis Sportchef Andreas Bornemann lässt derweil durchblicken, den 29-Jährigen halten zu wollen: „Es macht derzeit wenig Sinn, über einzelne Personalien zu spekulieren. Henk hat bei uns noch einen gültigen Vertrag, und wir sind mit seinem Berater in guten Gesprächen.“

Ob und wann diese Gespräche fortgesetzt werden können, lässt sich im Moment aber nicht seriös prognostizieren.