SV Sandhausen: Ärger über den Schiedsrichter

Jürgen Machmeier mit harschen Aussagen

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 27.02.19 | 15:27
Jürgen Machmeier ist Präsident des SV Sandhausen

SVS-Präsident Jürgen Machmeier äußerte scharfe Kritik am Schiedsrichter. Imago/foto2press

Der SV Sandhausen hat den erhofften Befreiungsschlag verpasst. Gegen den SV Darmstadt 98 kamen die Kurpfälzer am Freitagabend nicht über ein 1:1 hinaus und bleiben damit vorerst auf Relegationsplatz 16, allerdings mit der Gefahr, bis Sonntagabend sogar noch auf den letzten Rang abzurutschen.

Dabei begann die Partie für den SVS durchaus gut. Die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat fand gut ins Spiel und ging nach 24 Minuten durch Fabian Schleusener verdient in Führung. Gegen harmlose Gäste schien Sandhausen auch anschließend alles unter Kontrolle zu haben, ehe Schiedsrichter Lasse Koslowski in den Mittelpunkt rückte.

Darmstadts Marvin Mehlem ging im Sandhäuser Strafraum mutmaßlich ohne Kontakt zu Tim Knipping zu Boden, woraufhin Koslowski auf den Punkt deutete, obwohl laut SVS-Präsident Jürgen Machmeier sowohl der Linienrichter als auch der vierte Offizielle signalisiert hätten, dass kein Foul vorlag.

Knipping sauer auf Mehlem

Koslowski befragte nach dem Pfiff zwar noch Mehlem, der aber sehr zum Ärger von Knipping den Pfiff bestätigte. „Der hat dem Schiedsrichter ins Gesicht gelogen“, zitiert die Rhein-Necker-Zeitung den SVS-Innenverteidiger, dessen Trainer Koschinat auch keinerlei Verständnis aufbrachte: „Es entzieht sich meiner Logik, den Spieler zu befragen, wenn ich die Bewertung meiner Assistenten habe.“

„ Herr Koslowski soll künftig in der Kreisliga pfeifen. ”
Jürgen Machmeier

Die deutlichsten Worte fand derweil Machmeier: „Der Mann gehört gesperrt. Herr Koslowski soll künftig in der Kreisliga pfeifen. Da gibt es keine Linienrichter, die ihn korrigieren“, so der SVS-Boss, dem aufgrund dieser Aussagen vermutlich eine Strafe durch den Kontrollausschuss des DFB droht.

Aus den Geschehnissen vom Freitagabend zieht Machmeier indes auch Motivation und blickt angesichts einer lange Zeit durchaus ansprechenden Leistung der Mannschaft zuversichtlich auf die nächste, alles andere als einfache Aufgabe: „Wir werden den Ärger, den Zorn und die Wut am nächsten Samstag in Köln auf den Platz bringen. Wir sind stark genug, um für eine Überraschung zu sorgen.“

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