SV Sandhausen: Heidenheim als Vorbild

Nachwuchsarbeit trägt noch keine Früchte

Uwe Koschinat (r.) im Austausch mit Frank Schmidt.

Will von der Talentförderung in Heidenheim lernen: SVS-Trainer Uwe Koschinat (r.). ©imago images/Pressefoto Baumann

Auch wenn das Transferfenster noch rund zweieinhalb Monate offen steht, ist beim SV Sandhausen bereits jetzt klar, dass in der Offensive kaum ein Stein auf dem anderen bleibt. Sechs der bisher acht feststehenden Neuzugänge sind Kräfte für weiter vorne und vergrößern die offensiven Optionen von Trainer Uwe Koschinat.

Dass es sich bei keinem dieser acht Spieler um Talente aus dem eigenen Nachwuchs handelt, ist natürlich auch dem 47-Jährigen bewusst. In der Rhein-Neckar-Zeitung erklärte der 47-Jährige nun, für die Zukunft ein Vorbild in einem Ligakonkurrenten entdeckt zu haben: „Was Heidenheim gelingt, nämlich Spieler aus dem eigenen Nachwuchs an die Zweite Liga heranzuführen, das trauen wir uns auch zu.“

Während Koschinats Kollege Frank Schmidt beim FCH eine gewisse Durchlässigkeit vom Junioren- in den Profibereich erzeugen konnte – beispielsweise bei Tim Skarke oder Kevin Lankford, die ihre ersten Zweitliga-Erfahrungen beim FCH machten – hinkt der SVS in dieser Statistik deutlich hinterher.

Zwei Talente in der Hinterhand

Denn letztmals schaffte es vor rund fünf Jahren ein Spieler aus der eigenen Nachwuchsschmiede in den Profikader. Dominik Machmeier, Sohn von SVS-Präsident Jürgen Machmeier, wurde zur Saison 2014/15 aus der U19 hochgezogen. Zwar saß er zwei Mal in der 2. Bundesliga auf der Bank, zum Einsatz kam der Torhüter aber nicht.

Das könnte bei Robin Hauk und Jannis Reuss anders sein. Die Beiden aus der U23 bzw. der U19 sind laut Koschinat „hoffnungsvolle Innenverteidiger“, die ab der kommenden Saison bei den Profis mittrainieren sollen.

Da Tim Kister nach seinem Mittelfußbruch wohl nicht die gesamte Vorbereitung wird bestreiten können und mit Jesper Verlaat und Aleksandr Zhirkov damit nach aktuellem Stand nur zwei gelernte Innenverteidiger zur Verfügung stehen, könnte Koschinat bei Hauk und Reuss schon bald dem Vorbild aus Heidenheim nacheifern.

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