SV Sandhausen: Kommt doch kein neuer Stürmer?

Höler-Ablöse dient zur Schuldentilgung

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 03.01.18 | 07:35
Andrew Wooten

Einer von drei nach dem Winter wieder fitten Offensivspielern: Andrew Wooten © Imago

Dass der SV Sandhausen in der Winterpause seinen besten Stürmer Lucas Höler ohne die ganz große Not zum SC Freiburg hat ziehen lassen, sorgte in den Tagen vor dem Jahreswechsel zumindest in der Kurpfalz durchaus für eine Überraschung und stieß nicht überall auf Verständnis.

Doch obwohl der SVS den auslaufenden Vertrag mit dem 23 Jahre alten Angreifer per Option um ein weiteres Jahr verlängern und somit auch im Sommer noch eine Ablöse hätte kassieren können, erhielt Höler die Freigabe. Warum die Entscheidung so getroffen wurde, erklärte Präsident Jürgen Machmeier nun in der Rhein-Neckar-Zeitung.

„ Wer in Sandhausen unterschreibt, kann Karriere machen. ”
Jürgen Machmeier

„Lucas Höler wollte unbedingt wechseln. Es war sein Mega-Herzenswunsch, dass wir ihm die Freigabe für Freiburg erteilen. Lucas hat in eineinhalb Jahren viel für uns geleistet“, so Machmeier, der sich von dieser Transfer auch eine Signalwirkung auf zukünftige Neuzugänge erhofft: „Wer in Sandhausen unterschreibt, kann Karriere machen.“

Höler-Transfer bringt Rekord-Ablöse

Gleichzeitig betonte Machmeier, dass der Verkauf Hölers eine „Rekord-Ablöse“ in die Kassen spült, allerdings ohne eine konkrete Summe zu bestätigen. Die „Rhein-Neckar-Zeitung“ schätzt die Ablöse aber auf 1,5 Millionen Euro und dürfte damit der Wahrheit ziemlich nahe kommen.

Diese außerplanmäßige Einnahme soll indes nicht zwingend dafür verwendet werden, einen Ersatz für Höler wie den zuletzt gehandelten Törles Knöll (Hamburger SV II) zu verpflichten. Stattdessen sieht Machmeier darin die Möglichkeit, „das Darlehen für den Ausbau des Stadions früher als geplant zurückzuzahlen.“

Ausgeschlossen ist es aber auch nicht, dass der SVS einen neuen Angreifer verpflichtet, wobei dann aber alles passen müsste. „Einen neuen Stürmer werden wir nur holen, wenn wir total überzeugt sind, dass er uns helfen kann“, so Machmeier, der darauf setzt, dass nach der Winterpause mit Korbinian Vollmann, Mirco Born und Andrew Wooten drei lange verletzte Offensivspieler wieder zur Verfügung stehen sollen.

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