1. FC Nürnberg: Dem Pokal-Aus folgen weitere Hiobsbotschaften

Patric Klandt und Oliver Sorg verletzt

Oliver Sorg

Oliver Sorg musste in Kaiserslautern noch vor der Pause vom Platz. © imago images / Zink

Update, 17.00 Uhr:
Wie der Club am späten Donnerstagnachmittag bekannt gab, haben sich die schlimmsten Befürchtungen bei Patric Klandt bewahrheitet. Der Torwart zog sich einen Riss der linken Achillessehne zu und wird am Montag operiert. Oliver Sorg erlitt eine Gehirnerschütterung, die ein Mannschaftstraining in den kommenden Tagen verhindert. Ein Einsatz im Montagsspiel in Bochum ist daher fraglich.

Ursprünglicher Artikel, 07:18 Uhr:
Die Hoffnung des 1. FC Nürnberg, nach zuvor nur zwei Punkten aus drei Ligaspielen mit einem Weiterkommen im DFB-Pokal für etwas Ruhe im mit der Zwischenbilanz des bisherigen Saisonverlaufs alles andere als zufriedenen Umfeld sorgen zu können, hat sich nicht erfüllt. Stattdessen scheiterte der Club am Mittwochabend nach Elfmeterschießen beim 1. FC Kaiserslautern und verpasste so auch wertvolle Zusatzeinnahmen.

Nach der Pleite am Betzenberg, wo eine klare Überlegenheit mit inklusive Verlängerung 32:7-Torschüssen und 70 Prozent Ballbesitz nicht in einen Erfolg umgemünzt werden konnte, steht Nürnberg nun vor einem unangenehmen Auswärtsspiel beim VfL Bochum, der trotz seiner 1:2-Niederlage gegen den FC Bayern München Selbstvertrauen getankt hat. Eine Niederlage dort und es würde in Nürnberg für die Verantwortlichen, insbesondere den ohnehin schon kritisch gesehenen, aber von Vereinsseite gestützten Trainer Damir Canadi zunehmend ungemütlich.

Mit Klandt fehlt der nächste Torwart längerfristig

Das Pokal-Aus war am Mittwochabend indes nicht die einzige Hiobsbotschaft, verlor der FCN doch auch zwei Profis, die in Bochum kaum werden mitwirken können. Noch vor der Pause musste Oliver Sorg nach einem Zusammenstoß mit Lauterns Philipp Hercher vom Feld und kurz vor dem Ende der Verlängerung konnte auch Keeper Patric Klandt, der im Pokal anstelle von Andreas Lukse ran durfte, nach einem unglücklichen Fehltritt nicht mehr weitermachen.

Während aufgrund des schon ausgeschöpften Wechselkontingents in den letzten Minuten der Verlängerung und auch im Elfmeterschießen Außenverteidiger Enrico Valentini ins Tor musste, wurden bei Sorg und Klandt bereits die ersten Diagnosen gestellt.

Bei Sorg besteht der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung, die eine Zwangspause von mehreren Tagen erfordern würde. Weitaus schlimmer hat es wohl Klandt erwischt. Noch am Abend teilte der 1. FC Nürnberg via Twitter mit, dass sich der 36 vermutlich einen Achillessehnenriss zugezogen hat. Mehrere Monate Pause und womöglich auch schon das vorzeitige Saisonende wären die Folge.

Aus Nürnberger Sicht ist die Verletzung Klandts auch deshalb bitter, weil mit Christian Mathenia auch die etatmäßige Nummer eins mit einem Kniescheibenbruch langzeitverletzt ist. Hinter Lukse wird nun zumindest bis zur Winterpause der 18-jährige Benedikt Willert auf der Bank Platz nehmen – auch, weil die eigentliche Nummer vier, Jonas Wendlinger, ebenfalls verletzt ist.

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