1. FC Nürnberg: Nutzt Kirschbaum seine Chance?

Stammkeeper Raphael Schäfer fällt aus

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 21.07.20 | 08:13
Thorsten Kirschbaum vom 1. FC Nürnberg

Neue Chance. Thorsten Kirschbaum will sich im Kasten des 1. FC Nürnberg behaupten. ©Imago

Der 1. FC Nürnberg muss die Mission Wiedergutmachung nach der herben 1:6-Schlappe bei Eintracht Braunschweig ohne zwei defensive Eckpfeiler angehen. Während der Ausfall von Innenverteidiger Georg Margreitter aufgrund einer im Training erlittenen Syndesmoseverletzung schon seit Mitte der Woche feststeht, muss Trainer Alois Schwartz relativ kurzfristig auch noch einen Wechsel im Tor vornehmen.

Diagnose erst am Montag

So verpasst Raphael Schäfer die Partie am Montag gegen den TSV 1860 München auf jeden Fall, weil sich im Knie der Nürnberger Nummer eins Flüssigkeit angesammelt hat. Der Routinier selbst bestätigte gegenüber nordbayern.de, dass die Flüssigkeit der Grund für eine seit Dienstagnachmittag andauernde Trainingspause sei und einen Einsatz gegen die Löwen nicht zulasse.

Wie lange Schäfer pausieren muss, ist aktuell noch unklar, solange es keine Diagnose gibt. Am morgigen Montag soll bei eingehenden Untersuchungen aber der Ursache für die Flüssigkeit und die aufgetretenenen Probleme auf den Grund gegangen werden. Sollte sich dabei eine schwerwiegendere Verletzung zeigen, die eine Operation unumgänglich macht, droht der 37-Jährige lange auszufallen.

Kirschbaum als Torwart der Zukunft?

Aktuell plant man beim FCN erst einmal nur morgen und in der englischen Woche, also insgesamt vier Partien ohne Schäfer. Eine neue Bewährungschance gibt es damit für Thorsten Kirschbaum, der im Sommer 2015 als neue Nummer eins vom VfB Stuttgart verpflichtet worden ist, sich aber nur selten als Rückhalt erwies und nach einigen schwächeren Spielen von Ex-Coach Rene Weiler zunächst aus dem Tor genommen und dann sogar zur Nummer drei degradiert wurde.

Unter Schwartz ist Kirschbaum zumindest wieder die Nummer zwei und kann sich nun nochmals beweisen, womöglich auch schon in längerfristiger Hinsicht, denn dass Schäfer nach dieser Saison noch einmal ein Jahr dran hängt, ist eher unwahrscheinlich. Mit guten Leistungen könnte Kirschbaum somit schon Werbung für sich als Torwart der Zukunft machen.