1. FC Nürnberg: Muss es Mikael Ishak richten?

Schwedischer Angreifer letztmals im November im Einsatz

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 25.05.20 | 06:55

Mikael Ishak

Bislang ohne Einsatz unter Trainer Jens Keller: Mikael Ishak. © imago images / Beautiful Sports

Dass es für den 1. FC Nürnberg aus den ersten beiden Spielen seit dem Re-Start beim FC St. Pauli (0:1) und gegen Erzgebirge Aue (1:1) nur zu einem mageren Punkt reichte, hat wesentlich mit der Abschlussschwäche zu tun, die die Mannschaft von Trainer Jens Keller beide Male an den Tag legte. Ohne das Eigentor von Aues Sören Gonther hätte der Club in 180 Minuten gar nicht getroffen, obwohl ausreichend Gelegenheiten vorhanden waren.

Am Millerntor war es Nikola Dovedan, der eine zwingende Chance ausließen, während gegen Aue vor allem Hanno Behrens und Robin Hack aus aussichtsreichen Positionen scheiterten. Nur selten zum Abschluss kam hingegen der einzige nominelle Mittelstürmer. Adam Zrelak, der sowohl auf St. Pauli als auch gegen Aue den Vorzug vor Michael Frey erhalten hatte, war zwar jeweils engagiert, strahlte aber zu wenig Gefahr aus. Und auch Frey, der in beiden Partien nach einer guten Stunde für Zrelak kam, konnte nicht mehr viel bewegen.

Frey fehlt in Regensburg gesperrt

Frey handelte sich indes gegen Aue die fünfte gelbe Karte ein und fällt als Alternative für das richtungsweisende Gastspiel am Dienstag bei Jahn Regensburg weg. Dass Zrelak erneut von Beginn an in der Spitze ran darf, ist allerdings damit nicht gewiss. Vielmehr könnte Keller auch auf einen Spieler zurückgreifen, der bislang unter seiner Regie noch gar nicht zum Zug gekommen ist.

Mikael Ishak, der den Verein mit Vertragsablauf am Saisonende verlassen wird, stand letztmals Anfang November bei der 1:3-Niederlage beim VfL Bochum im letzten Spiel unter Trainer Damir Canadi für wenige Minuten auf dem Platz. Seitdem saß der 27 Jahre alte Schwede, wenn überhaupt, stets 90 Minuten auf der Bank.

Nun aber könnte Ishak, der seine Torjägerqualitäten im Club-Trikot vor allem in der Aufstiegssaison 2017/18 hinreichend unter Beweis gestellt hat, auch aufgrund der Harmlosigkeit der anderen Angreifer noch einmal gefragt sein. Gegenüber dem "Kicker" (Ausgabe 44/2020 vom 25.05.2020) bezeichnete Keller Ishak "durchaus als Option". Nicht ausgeschlossen daher, dass der bullige Mittelstürmer in Regensburg in der ersten Elf auftaucht.