FC St. Pauli: Heerwagen oder Himmelmann?

Kampf um die Nummer eins noch völlig offen

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 29.01.17 | 08:01
Robin Himmelmann

Wieder fit, aber nicht automatisch auch im Tor: Robin Himmelmann © Imago

Es gibt zwar sicherlich einfachere Auftaktgegner als den VfB Stuttgart, doch der FC St. Pauli wird natürlich auch gegen die favorisierten Schwaben nichts unversucht lassen, um im Kampf gegen den Abstieg Boden gut zu machen.

Mithelfen sollen dabei die drei Neuzugänge Lennart Thy, Johannes Flum und Mats Möller Daehli, die allesamt in der ersten Elf erwartet werden.

Offen ist derweil noch, wem Trainer Ewald Lienen das Vertrauen zwischen den Pfosten schenkt. Noch vor zwei Wochen hatte Lienen keinen Zweifel daran gelassen, dass Philipp Heerwagen gegen Stuttgart beginnen wird, doch damals war Robin Himmelmann nach einem Muskelfaserriss im Oberschenkel noch nicht einsatzfähig und es sah auch nicht danach aus, dass die eigentliche Nummer eins rechtzeitig fit werden würde.

Heerwagen ganz der Teamplayer

Doch Himmelmann machte in der vergangenen Woche schnellere Fortschritte als gedacht und gab beim Testspiel gegen den FC Zürich (0:2) sein Comeback. „Wenn man direkt aus der Verletzung kommt, ist man nicht gleich bei 100 Prozent. Man braucht einen Rhythmus, so zwei, drei Spiele. Aber ich  fühle mich so gut, dass ich einsatzfähig bin“, äußert sich der 27-Jährige gegenüber der Morgenpost zwar zurückhaltend, ließ seinen Anspruch zu spielen aber durchaus anklingen.

„ Robin hat sich den Status als Nummer eins verdient. ”
Philipp Heerwagen

Der sechs Jahre ältere Heerwagen, der als absoluter Teamplayer gilt, lässt derweil ebenfalls in der Morgenpost schon erkennen, auch dann keinen Ärger zu machen, sollte er trotz seiner guten Leistungen vor Weihnachten auf die Bank müssen: „Ich habe mir keine Gedanken darüber gemacht, wie eng es ist, weil es mir Energie zieht. Robin hat seine Aufgabe in den vergangenen Monaten überragend gemacht, sich den Status als Nummer eins verdient – und ich glaube, an dem Status hat sich nichts geändert.“

Eine Prognose fällt schwer, doch den Aussagen nach zu urteilen dürfte die Wahl eher auf Himmelmann fallen.

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