FC St. Pauli: Kommt noch ein Becker ans Millerntor?

André Becker vom FC-Astoria Walldorf offenbar im Blick

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 11.05.20 | 08:30
Andre Becker vom FC Astoria Walldorf

Andre Becker (r.) ist eine der Überraschungen in der Regionalliga Südwest. ©Imago images/masterpress

Kurzfristig geht es für den FC St. Pauli um eine optimale Vorbereitung auf den Re-Start der Saison am Sonntag zu Hause gegen den 1. FC Nürnberg und die besonderen Voraussetzungen, dass in einem leeren Millerntor-Stadion gespielt werden muss. Über das kommende Wochenende hinaus wollen die Kiezkicker möglichst früh die für den Klassenerhalt noch nötigen Punkte einfahren, um die Planungen für die nächste Spielzeit konkretisieren zu können.

Mit Blick auf den Sommer ist trotz eines insgesamt ruhiger erwarteten Transfermarktes mit reichlich Arbeit für die Verantwortlichen um Geschäftsleiter Andreas Bornemann zu rechnen. In der Innenverteidigung könnte ein Umbruch bevorstehen, aber auch mehrere offensive Stammkräfte wie Waldemar Sobota, Dimitrios Diamantakos oder der von Brighton & Hove Albion nur ausgeliehene Viktor Gyökeres stehen aktuell nur bis 30. Juni unter Vertrag.

Darüber hinaus wecken Akteure wie Henk Veerman und Finn Ole Becker andernorts Interesse. Beide sind aber noch bis 2021 bzw. sogar 2022 gebunden und spielen in den Planungen weiterhin eine große Rolle. Letztgenannter könnte das künftig möglicherweise an der Seite eines Namensvetters tun. Denn laut einem Bericht der „Stuttgarter Zeitung“ soll St. Pauli zu den Interessenten für André Becker vom FC-Astoria Walldorf gehören.

Weitere Zweitligisten und Saarbrücken interessiert

Der 23 Jahre alte Angreifer, der in der derzeit unterbrochenen Saison der Regionalliga Südwest in 22 Spielen 20 Tore erzielt hat, soll aber auch bei anderen Zweitligisten sowie bei Pokal-Halbfinalist 1. FC Saarbrücken auf der Liste stehen. Becker, der beim VfR Mannheim und bei Waldhof Mannheim ausgebildet wurde, spielt seit 2015 für Astoria Walldorf, lief dort aber noch vergangene Saison nur für die zweite Mannschaft auf und hat erst in dieser Spielzeit den Durchbruch geschafft.

Nun könnte der Weg des 1,97 Meter großen Deutsch-Brasilianers mit Verspätung doch noch in den Profibereich führen. Weil Beckers Vertrag am 30. Juni ausläuft, würde eine Verpflichtung den in der neuen Saison aufgrund der weiterhin drohenden Geisterspiele mutmaßlich kleineren Etat nicht über Gebühr belasten.