FC St. Pauli: Mit Dreier- oder Viererkette?

Die Spieler entscheiden mit

Philipp Ziereis

Philipp Ziereis isrt einer von drei fitten Innenverteidigern. © imago images / Eibner

Seit dem 2:0-Erfolg Ende September gegen den SV Sandhausen und damit seit mittlerweile acht Pflichtspielen (drei Unentschieden, fünf Niederlagen) wartet der FC St. Pauli auf einen Sieg. Am Sonntag wollen die Kiezkicker den Bock bei Jahn Regensburg nun aber wieder umstoßen und damit zugleich vermeiden, in der Tabelle unter den Strich zu rutschen.

Trainer Jos Luhukay, der trotz des aktuellen Negativlaufs und einer insgesamt mit nur vier Siegen in 21 Ligaspielen sehr überschaubaren Bilanz weiter die Rückendeckung der Verantwortlichen genießt, erwägt vor dem Gastspiel in der Oberpfalz von der im bisherigen Saisonverlauf abgesehen von wenigen Ausnahmen durchweg praktizierten Viererkette abzurücken.

Östigard wieder fit

Da sich seit dieser Woche mit Leo Östigard ein dritter Innenverteidiger neben James Lawrence und Philipp Ziereis im Training befindet, ist für Luhukay auch eine Dreierkette eine Option. Die letzte Entscheidung will der niederländische Fußball-Lehrer laut seiner Aussage auf der Pressekonferenz am Freitag dabei bemerkenswerterweise auch vom Votum seiner Profis abhängig machen.

Wir werden mit den Spielern besprechen, wie sie sich am besten wohlfühlen. (Jos Luhukay)

“Es ist kein Geheimnis, dass wir sowohl mit einer Dreier-, als auch mit einer Viererabwehrkette trainiert haben. Wir werden mit den Spielern besprechen, wie sie sich am besten wohlfühlen“, so Luhukay, der in Bezug auf eine Dreierkette kein Geheimnis aus deren möglicher Besetzung macht: “Wenn wir mit einer Dreierkette spielen, kommen mit James Lawrence, Philipp Ziereis und Leo Östigard alle drei einsatzfähigen Innenverteidiger rein.“

Ein Mann weniger im zentralen Mittelfeld?

Fällt die Wahl auf eine Viererkette, bliebe einem Akteur aus diesem Trio nur die Bank. Eine Dreierkette, die durch zwei Außenbahnspieler bei gegnerischem Ballbesitz zu einer Fünferreihe komplettiert würde, ginge indes wohl auch zu Lasten eines zentralen Mittelfeldspieler. Weil Mats Möller Daehli als Kreativkraft gesetzt sein dürfte, bliebe im Zentrum nur noch ein Platz für einen eher defensiv orientierten Akteur, der tendenziell Marvin Knoll heißen würde.

Waldemar Sobota, der vergangene Woche beim 0:1 gegen Hannover 96 in einem 4-1-4-1 auf der zweiten offensiven Halbposition neben Möller Daehli begann, müsste damit allerdings nicht zwingend weichen. Vielmehr könnte der Pole auch auf die linke Seite rücken und dort Viktor Gyökeres verdrängen oder aber rechts den Vorzug vor Ryo Miyaichi erhalten.

Generell erscheint eine Dreierkette gegen die wuchtigen Regensburger Angreifer Marco Grüttner und Andreas Albers, die oft auch mit langen Bällen gesucht werden, als durchaus sinnvolle Variante. Ebenso wäre gegen den Jahn, der im 4-4-2 ohne Zehner und mit nur drei zentralen Mittelfeldspielern agiert, der Verzicht auf einen dritten Akteur im Zentrum nachvollziehbar.

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