SV Sandhausen: Andrew Wooten im Endspurt als Trumpf?

Angreifer feiert Comeback

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 14.07.20 | 08:16
Andrew Wooten

Nach langer Zwangspause wieder am Ball: Andrew Wooten © Imago

Beim FC St. Pauli ist der SV Sandhausen zwar zum fünften Mal in Folge sieglos geblieben, doch nach dem 1:1 am Hamburger Millerntor überwogen am Ende doch die positiven Gefühle. Während der Vorsprung von drei Punkten auf Relegationsplatz 16 auch dank Torwart Marcel Schuhen, der einen Strafstoß von Ex-SVS-Torjäger Aziz Bouhaddouz parieren konnte, gewahrt wurde, stand ein Comeback im Mittelpunkt.

25 Minuten vor Schluss schickte Trainer Kenan Kocak Andrew Wooten auf den Platz, der zuvor seinen einzigen Saisoneinsatz am zweiten Spieltag absolviert hatte. Damals war der US-Angreifer gegen den FC Ingolstadt (1:0) eingewechselt worden, um nach seinem Siegtreffer vorzeitig wieder vom Feld geholt zu werden.

Wooten direkt wieder gefährlich

Seitdem hatte Wooten mit mehreren Muskelverletzungen zu kämpfen und kam in der Reha nur langsam voran. Rechtzeitig zum Endspurt ist der Torjäger, der in den drei Spielzeiten zuvor insgesamt 23 Treffer markierte, aber nun wieder eine Option, wenn auch noch nicht für die Startelf.

Doch weil seit dem Abgang von Lucas Höler im Winter zum SC Freiburg merklich Durchschlagskraft fehlt, ist die Rückkehr Wootens natürlich ein Mutmacher. Und bei einer Gelegenheit deutete der 28-Jährige direkt auch seine Gefährlichkeit an, scheiterte aber an St. Pauli-Keeper Robin Himmelmann.

„ Ich bin auch jetzt nach dem Spiel schmerzfrei. ”
Andrew Wooten

Nichtsdestotrotz war Wooten mit seinem Comeback natürlich zufrieden und glücklich: „Es war natürlich ein sehr schönes Gefühl, wieder auf dem Platz zu stehen. Ich bin auch jetzt nach dem Spiel schmerzfrei. Noch schöner wäre es mit einem Tor gewesen, leider hat das nicht geklappt. Ich bin beim Schuss leicht in Rücklage geraten“, so der Stürmer auf der vereinseigenen Webseite.

Wooten, der ankündigte, in den kommenden Tagen an den Abläufen arbeiten zu wollen, wird aller Voraussicht nach auch am Freitag im Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth im Kader stehen. Im Laufe der Partie gegen die auswärtsschwachen Franken, in denen der SVS einen Befreiungsschlag anpeilt, dürfte der Joker dann sicher auch zum Zug kommen.

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