SV Sandhausen: Bricht Dennis Diekmeier den Bann?

Rechtsverteidiger noch immer ohne Profitor

Dennis Diekmeier

Zuletzt mit sechs Vorlagen in 16 Spielen, aber noch immer ohne Profi-Tor: Dennis Diekmeier. © imago images / foto2press

Schon wenige Wochen nach seiner Vertragsunterschrift im Januar ist Dennis Diekmeier zum Vize-Kapitän des SV Sandhausen aufgestiegen, der die Mannschaft wegen der verletzungsbedingten Abwesenheit des eigentlichen Spielführers Stefan Kulovits an den letzten zehn Spieltagen stets aufs Feld führte.

Diekmeier freilich ging auch während der 90 Minuten voran und hatte mit seinen Leistungen großen Anteil daran, dass der SVS mit einem starken Endspurt den drohenden Sturz in die Drittklassigkeit noch vermeiden konnte. Bemerkenswert war vor allem, dass dem 29-Jährigen in seinen 16 Einsätzen sechs Treffer gelangen – eine starke Quote für einen Außenverteidiger.

Kein Tor in 236 Erst- und Zweitliga-Spielen

Mit seinen Flankenläufen sorgte Diekmeier regelmäßig für Gefahr und sollte nun auch in der neuen Saison mit Kevin Behrens oder Aziz Bouhaddouz geeignete Abnehmer finden.

Selbst war Diekmeier indes im Trikot des SVS noch kein Treffer vergönnt, womit sich die seit Beginn der Profikarriere des früheren Junioren-Nationalspielers anhaltende Flaute fortgesetzt hat. Weder in 203 Bundesliga-Spielen für den 1. FC Nürnberg und den Hamburger SV noch in nun 33 Zweitliga-Partien für Nürnberg und Sandhausen durfte Diekmeier ein Tor bejubeln.

Mit seiner nicht unbedingt zu erwartenden Vertragsverlängerung beim SVS bis 2022 hat Diekmeier nun aber voraussichtlich noch einige Gelegenheiten, den Bann zu brechen.

Dass der schnelle Offensivverteidiger grundsätzlich weiß, wo das Tor steht, zeigen nicht nur die vielen Assists, sondern auch länger zurückliegende Torerfolge in der Junioren-Bundesliga (zehn Tore in 49 Spielen), für die zweite Mannschaft des HSV (ein Tor in acht Regionalliga-Spielen) oder für den DFB-Nachwuchs (fünf Treffer in 23 Spielen für die U18 und U19). Ein echtes Profitor fehlt allerdings nach wie vor in der Statistik – vielleicht ja nicht mehr lange.