SV Sandhausen: Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte winkt

Ein einstelliger Tabellenplatz ist noch drin

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 20.06.20 | 07:19

Uwe Koschinat

Will keine Wettbewerbsverzerrung betreiben: Uwe Koschinat. © imago images / pmk

Mit der Vertragsverlängerung von Mittelfeldspieler Emanuel Taffertshofer um ein weiteres Jahr bis Sommer 2021 haben beim SV Sandhausen die konkreten Personalplanungen für die neue Saison Fahrt aufgenommen. Nach dem unter der Woche trotz der 1:5-Niederlage beim VfB Stuttgart perfekt gemachten Klassenerhalt werden in den kommenden Tagen sicherlich einige weitere Weichen für die nächste Spielzeit gestellt.

Zuvor aber hat der SVS noch die Chance, die beste Saison der Vereinsgeschichte zu spielen - zum einen die Platzierung und zum anderen auch die Punktzahl betreffend. Bislang war der zehnte Rang in der Spielzeit 2016/17, für den 42 Punkte reichten, die beste Abschlussplatzierung. 2013/14 wurden sogar 44 Zähler eingefahren, aber dennoch stand unter dem Strich nur der zwölfte Platz.

Nun hat die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat zwei Spieltage vor Schluss 40 Punkte auf dem Konto und zumindest theoretisch ist vom derzeitigen zwölften Platz aus noch Rang fünf erreichbar. Wirklich in Schlagdistanz befindet sich aber vermutlich maximal der drei Zähler entfernte achte Platz, für den aber die beiden finalen Partien nun am Sonntag gegen Dynamo Dresden und danach beim Hamburger SV wohl schon gewonnen werden müssten.

Keine größere Rotation

Dass es für die beiden letzten Gegner noch jeweils um eine Menge im Abstiegskampf bzw. im Aufstiegsrennen geht, macht es für den SVS nicht einfacher. Genau darin sieht Coach Koschinat aber auch eine Verpflichtung der Liga gegenüber. "Wir sind es unseren Mitbewerbern schuldig, dass wir bis zum letzten Spieltag Gas geben", zitiert die Rhein-Neckar-Zeitung Coach Koschinat, der auf der Pressekonferenz am Freitag auch deutlich machte, dass im Endspurt keine Geschenke an bislang kaum oder gar nicht berücksichtigte Spieler verteilt werden.

Eine klare Ansage
„ Wir sind es unseren Mitbewerbern schuldig, dass wir bis zum letzten Spieltag Gas geben. ”
Trainer: Uwe Koschinat

"Wir wollen unsere Kontinuität in der Aufstellung weiter beibehalten, um erst gar nicht irgendwo ein Türchen dafür zu öffnen, dass wir die Saison austrudeln lassen könnten. Es sind noch sechs Punkte zu vergeben, und wir wollen noch möglichst viele Zähler holen", gab Koschinat zwar kein explizites Ziel aus, dürfte mit seinen Schützlingen aber sicher darauf hinarbeiten, dass man nach dem 34. Spieltag auf eine historische Saison zurückblicken kann.

Das Restprogramm des SV Sandhausen