SV Sandhausen: Der Trend wird immer besorgniserregender

Fünf Pflichtspielpleiten in Folge mit 0:17-Toren

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 04.01.21 | 07:51
Michael Schiele

Hat die Wende bisher nicht geschafft: Michael Schiele. © imago images / foto2press

Dass der Jahresauftakt 2021 für den SV Sandhausen kein kompletter Schuss in den Ofen war, lag ausschließlich daran, dass mit Eintracht Braunschweig, dem FC St. Pauli und den Würzburger Kickers auch die unmittelbare Konkurrenz im Tabellenkeller ihre Spiele verlor. Der eigene Auftritt bei der 0:4-Niederlage bei Hannover 96 machte den Kurpfälzern unterdessen wenig Hoffnung auf einen Aufwärtstrend in den nächsten Wochen.

Die Verantwortlichen um Trainer Michael Schiele und Sportdirektor Mikayil Kabaca waren zwar im Anschluss an die Partie bemüht, die positiven Aspekte wie eine phasenweise ordentliche Vorstellung im zweiten Durchgang zu betonen, doch unter dem Strich stand für den SVS die fünfte Pflichtspielpleite in Folge – mit 0:17-Toren in diesen Begegnungen.

Sicherlich hatten es die Aufgaben gegen Greuther Fürth (0:3), beim Hamburger SV (0:4), gegen Holstein Kiel (0:2), im DFB-Pokal beim VfL Wolfsburg (0:4) und nun gegen Hannover in sich, doch ändert die Qualität der Gegner nichts daran, dass der Trend immer besorgniserregender wird. Seit dem 1:0-Sieg am 2. Oktober gegen den FC St. Pauli gab es letztlich nur einen Lichtblick, den 3:2-Erfolg bei den Würzburger Kickers beim Einstand von Trainer Schiele. Zuvor hatte es unter dem entlassenen Uwe Koschinat nur noch zu zwei Punkten aus sechs Spielen gereicht.

Trainerwechsel ohne längerfristigen Effekt

Weil nach dem Sieg in Würzburg die bis heute anhaltende Negativserie begonnen hat, muss aktuell konstatiert werden, dass der Trainerwechsel weitgehend verpufft ist und die Probleme wohl eher andernorts zu suchen sind. Die Stellschrauben zu finden, an denen gedreht werden muss, ist nun die oberste Aufgabe der Verantwortlichen, die laut „kicker“ (Ausgabe 2/2021) schon in den nächsten Tagen auf dem Transfermarkt nachjustieren könnten.

Gegen den 1. FC Heidenheim und danach bei Jahn Regensburg steht Sandhausen nun vor zwei Partien, in denen gepunktet werden sollte, um den Anschluss ans Mittelfeld nicht vollends zu verlieren. Insbesondere in Regensburg wäre ein Sieg Gold wert, könnte der aktuell sechs Punkte entfernte Jahn doch damit in den Abstiegskampf gezogen werden.