SV Sandhausen: Die Verteidiger werden knapp

Der Kister-Ausfall & die Folgen

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Samstag, 14.11.2020 | 13:57
Uwe Koschinat und Tim Kister.

Auf Tim Kister (r.) wird SVS-Cheftrainer Uwe Koschinat weiterhin verzichten müssen. ©imago images/Jan Huebner

Für den SV Sandhausen im Allgemeinen lief es zuletzt nicht gerade rosig, seit vier Spielen wartet die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat auf einen „Dreier“. Für Tim Kister im Speziellen lief es ebenfalls nicht, nach einer – mittlerweile auskurierten – Corona-Erkrankung verletzte sich der Verteidiger am Freitag im Training am Knie.

Am Samstag konnte der SVS aber Entwarnung geben. „Trotz schlimmster Befürchtungen gab es nach einer ersten Untersuchung eine vorsichtige Entwarnung. Kister erlitt ’nur‘ einen Meniskuseinriss“, twitterte der Klub. Dieser Einriss zieht trotzdem eine Operation nach sich, die bereits am kommenden Montag vorgenommen werden soll. Anschließend muss Sandhausen „einige Wochen“ auf den Innenverteidiger verzichten, ohne eine genaue Ausfalldauer zu nennen.

Viererkette wieder eine Alternative

Keine guten Nachrichten für Uwe Koschinat, der trotz der eingangs erwähnten Sieglos-Serie fest im Sattel sitzt und Rückendeckung vom sportlichen Leiter Mikayil Kabaca erhielt. Denn in der Defensive hakt es am Hardtwald noch, lediglich beim 1:0-Erfolg über St. Pauli musste Torhüter Martin Fraisl keinen Ball aus dem Netz fischen.

Davor hatte Koschinat einiges versucht, neben der Dreier- auch eine Viererkette spielen lassen, von Erfolg gekrönt waren diese Experimente in den vergangenen Wochen allerdings nicht. Mit dem kopfballstarken Kister als zentralem Glied eines Dreierverbundes hingegen gelangen die bisher einzigen beiden Siege.

In den kommenden Wochen ohne den Routinier darf nun verletzungstechnisch nichts mehr passieren. Mit Aleksandr Zhirov, Gerrit Nauber und dem im Sommer aus Venlo verpflichteten Nils Röseler ist das defensive Zentrum äußerst dünn bestückt. Eine dauerhafte Umstellung auf eine Viererkette mit zwei Innenverteidigern und Diego Contento auf links bzw. Dennis Diekmeier auf rechts könnte somit dafür sorgen, dass Koschinat die Belastung auf das Personal im Zentrum etwas verteilen kann.

Bleibt es doch bei einer Dreierkette, müsste Koschinat umschulen. Denis Linsmayer dürfte hier der erste Kandidat sein, der Abräumer und ehemalige Kapitän des SVS half bereits in der Vergangenheit in der Innenverteidigung aus. Für den Spielaufbau unterdessen würde der 29-Jährige eine Position weiter hinten ebenfalls einige Optionen bieten.