SV Sandhausen: Längere Zwangspause für Julius Biada?

Offensivmann erleidet Muskelverletzung

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 19.10.20 | 08:14
Julius Biada beim SV Sandhausen

Schmerzhaft war die Partie beim KSC, besonders für Julius Biada (l.). ©Imago images/Eibner

Nach sechs Punkten aus den ersten drei Spielen hat es der SV Sandhausen mit der klaren 0:3-Niederlage im Derby beim Karlsruher SC verpasst, sich bis auf Weiteres in der oberen Tabellenhälfte festzusetzen. Die Niederlage an sich, vor allem aber die Art und Weise mit einer ganz schwachen Leistung stimmte Trainer Uwe Koschinat nachdenklich, der auf der vereinseigenen Webseite auch direkt ankündigte, die 90 Minuten im Wildparkstadion noch einmal genau unter die Lupe nehmen zu wollen.

„ Wir müssen hart mit uns ins Gericht gehen. ”
Uwe Koschinat

„Wir müssen etwas tiefer in die Analyse gehen, um dieses Spiel so aufzuarbeiten, wie es aufgrund des Ergebnisses nötig ist. Wir müssen hart mit uns ins Gericht gehen, um wieder eine Verbesserung herbeizuführen“, so der Coach, dessen Mannschaft in den letzten zehn Minuten auch noch in Unterzahl agieren musste, weil sich Julius Biada nach der fünften Auswechslung am Oberschenkel verletzte.

Biada in der 2. Liga 2020/21 noch ohne Scorerpunkt

Biada erlitt ohne gegnerische Einwirkung eine Muskelverletzung, bei der es sich nach Einschätzung Koschinats gegenüber dem „kicker“ (Ausgabe 86/2020 vom 19.10.2020) „um etwas Schlimmeres“ handeln könnte. Dem 27-Jährigen droht damit eine Zwangspause, die sich wohl mindestens bis zur Länderspielpause im November erstrecken wird.

Für den SVS wäre ein längerer Ausfall Biadas bitter. Zwar war der Offensivmann in der noch jungen Zweitliga-Saison an keinem Treffer direkt beteiligt, schoss die Koschinat-Elf aber mit seinem Doppelpack beim TSV Steinbach (2:1) fast im Alleingang in die zweite Runde des DFB-Pokals. Mit fünf Toren und zwei Vorlagen an den letzten elf Spieltagen der vergangenen Saison hatte Biada zudem mehr als angedeutet, das Zeug zu einem herausragenden Zweitliga-Akteur zu haben. Das allerdings kann der gebürtige Kölner vorerst wohl nicht mehr nachweisen.