SV Sandhausen: Michael Schiele fordert Mut und Kaltschnäuzigkeit

Gute Erinnerungen an das letzte Gastspiel beim HSV

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 15.12.20 | 07:16
Michael Schiele

Hofft auf seinen zweiten Auswärtssieg mit dem SVS: Michael Schiele. © imago images / foto2press

Mit seinen Aussagen im Nachgang der Partie gegen Greuther Fürth (0:3) hatte Jürgen Machmeier am Wochenende für Aufsehen gesorgt. Der Präsident des SV Sandhausen attestierte der Mannschaft angesichts von sechs im Vergleich zum Gegner weniger gelaufenen Kilometern und 50 weniger Sprints auf der vereinseigenen Webseite ein Fitness-Defizit.

Neben diesem Seitenhieb in Richtung des am 24. November entlassenen Trainers Uwe Koschinat wartete Machmeier auch mit einer korrigierten Zielsetzung auf. Vom bisherigen Bestreben, auf einem einstelligen Tabellenplatz abzuschließen, hat man sich am Hardtwald verabschiedet: „Fakt ist, dass wir nun wieder gegen den Abstieg spielen. Das muss allen im Verein ab sofort klar sein“, ließ Machmeier keinen Zweifel daran, dass es nur noch um den Klassenerhalt geht.

Dafür wären Punkte am heutigen Dienstag beim Hamburger SV natürlich Gold wert. Zumindest die Anreise zum Volksparkstadion dürfte für viele Sandhäuser Profis mit einem guten Gefühl verbunden sein, ist die Erinnerung an den 5:1-Coup zum Abschluss der vergangenen Saison doch noch frisch.

Fragezeichen hinter Daniel Keita-Ruel

Seriös denkt beim SVS zwar niemand an einer Wiederholung dieses Resultats, doch will sich Trainer Michael Schiele mit seinen Schützlingen auch beim Aufstiegsfavoriten nicht verstecken. „Wir haben dann mutiger gespielt. Diese Spielweise brauchen wir auch in Hamburg“, will Schiele an die Vorstellung anknüpfen, die sein Team nach verpatzten ersten 40 Minuten gegen Fürth abgeliefert hat.

„ Wir müssen uns in Hamburg das nötige Matchglück erarbeiten. ”
Michael Schiele

Anders als gegen Fürth sollen Chancen, sofern vorhanden, dann aber auch verwertet werden: „Wir müssen vor dem Tor kaltschnäuziger werden und die Fehler, die der Gegner macht, besser ausnutzen“, gab Schiele auf der Pressekonferenz am Montag die Marschroute vor und forderte volles Engagement, um die Partie auf die eigene Seite ziehen zu können: „Wir müssen uns in Hamburg das nötige Matchglück erarbeiten.“

Verzichten muss Schiele in Hamburg weiterhin auf Tim Kister und Besar Halimi, die noch Trainingsrückstand aufweisen, sowie aufgrund von Knieproblemen auf Aleksandr Zhirov. Ob Daniel Keita-Ruel, den ebenfalls Knieprobleme plagen, zur Verfügung steht, ist noch offen.