SV Sandhausen: Mutigere Zielsetzung für die neue Saison?

Jürgen Machmeier gibt einen Einblick in die Planungen

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 15.06.20 | 07:19

Jürgen Machmeier

Jürgen Machmeier würde gerne einen "einstelligen Tabellenplatz" anpeilen. © imago images / foto2press

Durch den Derbysieg des Karlsruher SC gegen den VfB Stuttgart muss der SV Sandhausen vor den letzten drei Spieltagen den Blick angesichts eines auf sieben Punkte geschrumpften Vorsprungs auf Rang 16 doch noch einmal nach unten richten. Allerdings kommt es auch noch zu mehreren Direktduellen von hinter dem SVS liegenden Teams, sodass schon alles schief laufen müsste, damit die aktuellen 40 Punkte nicht für den Klassenerhalt reichen.

Und Sandhausen hat ja auch selbst noch drei Gelegenheiten, das Punktekonto aufzustocken und aus eigener Kraft endgültig alles klar zu machen. In der momentanen Form mit elf Punkten aus den jüngsten fünf Spielen muss sich die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat auch am Mittwoch beim VfB Stuttgart nicht verstecken.

Präsident Jürgen Machmeier ist vor dem Endspurt auf jeden Fall zuversichtlich und hält in der Rhein-Neckar-Zeitung sogar einen historischen Erfolg, der auch wirtschaftlich von Bedeutung wäre, für möglich: "Ich traue uns noch einige Punkte zu. Wir haben die große Chance, nach dem zehnten Rang in der Saison 16/17 die beste Platzierung in unserer Zweitliga-Geschichte zu erzielen. Das ist auch deshalb nicht ganz unwichtig, weil es um einen Mehrbetrag an Fernsehgeld im Millionenbereich geht."

Verstärkungen für (fast) alle Mannschaftsteile auf der Agenda

Machmeier richtet den Blick aber auch schon über diese Saison hinaus und hat dabei die Hoffnung, nicht wie seit dem Aufstieg 2012 üblich wieder mit der Zielsetzung Klassenerhalt starten zu müssen: "Es wäre schön, wen wir mal sagen könnten: Wir wollen einen einstelligen Tabellenplatz erreichen."

Einiges hängt dabei nach Einschätzung von Machmeier davon ab, "inwieweit wir bei der Planung unsere Vorstellungen verwirklichen können". In diesem Zusammenhang kündigte der Präsident an, abgesehen von der Torwartposition in allen Mannschaftsteilen "Schwachstellen korrigieren" zu wollen.

Zugleich gilt es mit den Spielern zu sprechen, deren Verträge auslaufen. Dabei deutete Machmeier zumindest an, dass Philipp Klingmann, Tim Kister, Emanuel Taffertshofer und Leart Paqarada nach Möglichkeit bleiben sollen. Diese und einige weitere Personalien dürften nun in den kommenden Wochen nach und nach abgearbeitet werden.

Das Restprogramm des SV Sandhausen