SV Sandhausen: Noch drei Neue für die Offensive?

Kader beim ersten Mannschaftstraining noch nicht komplett

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 28.07.20 | 07:47
Uwe Koschinat

Uwe Koschinat möchte seine Offensive noch verstärken. © imago images / pmk

Mit einem derzeit unvermeidlichen Corona-Test hat am gestrigen Montag auch für den SV Sandhausen die Vorbereitung auf die neue Saison begonnen. Nach den obligatorischen sportmedizinischen Untersuchungen will Trainer Uwe Koschinat seine Schützlinge am Mittwochnachmittag zum ersten Mannschaftstraining versammeln, wobei zuvor morgens der zweite Corona-Test absolviert werden muss und nur zweimal negativ getestete Profis die Trainingserlaubnis erhalten.

Beim Trainingsauftakt dabei sind nach jetzigem Stand mit Diego Contento (Fortuna Düsseldorf) und Nils Röseler (VVV-Venlo) die beiden bisherigen Neuzugänge sowie der zuletzt an Preußen Münster verliehene Alexander Rossipal. Florian Hansch, vergangene Saison auf Leihbasis für den Halleschen FC aktiv, ist hingegen freigestellt, um die Suche nach einem neuen Klub vorantreiben zu können.

Bouhaddouz rutscht ins zweite Glied

In den kommenden Wochen will der SVS derweil noch weitere Verstärkungen an Land ziehen. Wie Trainer Uwe Koschinat gegenüber dem „kicker“ (Ausgabe 62/2020 vom 27.07.2020) erklärte, sollen nach Contento und Röseler noch drei bis fünf Neue kommen.

Priorität hat dabei offenbar neues Personal für die mit 43 Treffern in der zurückliegenden Saison nach Dynamo Dresden (32) und dem FC St. Pauli (41) drittschwächste Offensive der Liga. Laut „Kicker“ sollen noch zwei Stürmer und ein torgefährlicher Mittelfeldspieler kommen und den bislang insbesondere im Sturm kaum vorhandenen Konkurrenzkampf anheizen. Dass wie im Endspurt der Saison mit Robin Scheu ein gelernter Mittelfeldmann mehr oder weniger regelmäßig in der Spitze aufläuft, soll offenkundig keine Dauerlösung werden.

Auf das lange gesetzte Duo Kevin Behrens und Aziz Bouhaddouz baute Coach Koschinat nach dem Re-Start unterdessen nicht mehr. Behrens war gesetzt und untermauerte sein Standing als Stürmer Nummer eins eindrucksvoll mit 14 Saisontoren. Bouhaddouz erzielte dagegen den letzten seiner sechs Treffer bereits Anfang Dezember und verlor seitdem unübersehbar an Stellenwert. Als erste Wahl scheint der 33-Jährige auch künftig nicht mehr eingeplant zu sein, sondern eher als Backup für Behrens, für den die Sandhäuser Verantwortlichen im wohl weiterhin bevorzugten Zwei-Spitzen-System offenkundig einen neuen Nebenmann suchen.