SV Sandhausen: Offensiv einfach zu harmlos

Erst fünf Tore im Jahr 2018

Kenan Kocak

Muss sich Gedanken über seine Offensive machen: Kenan Kocak © Imago / foto2press

Seit dem 1:0-Sieg am 23. Spieltag beim 1. FC Kaiserslautern hat der SV Sandhausen nicht mehr gewonnen und es mit nur einem Punkt aus den letzten drei Spielen verpasst, Tuchfühlung zu Platz drei zu halten. Bei fünf Zählern Rückstand ist die Relegation zur Bundesliga zwar nach wie vor im Bereich des Möglichen, doch gleichzeitig sind es auch nur noch sechs Punkte bis zu Platz 16.

Und mit Blick auf die letzten Partien beim 1. FC Union Berlin (1:2), gegen Erzgebirge Aue (1:1) und gestern beim SSV Jahn Regensburg (1:2) muss der Blick der Kurpfälzer eher nach unten gehen. Hauptgrund dafür ist die anhaltende Offensivschwäche der Mannschaft von Trainer Kenan Kocak, deren fünf Tore im Jahr 2018 nur noch vom VfL Bochum (4) unterboten werden.

Vunguidica und Gislason ohne nennenswerte Szenen

Schon nach nur einem Tor aus den ersten drei Spielen nach der Winterpause drängte sich die Frage auf, ob der Verkauf von Torjäger Lucas Höler zum SC Freiburg ein Fehler war. Höler war mit sieben Treffern bester Torschütze in der Hinrunde und konnte bislang nicht adäquat ersetzt werden.

Während Andrew Wooten, der seine Torjägerqualitäten bereits bewiesen hat, weiterhin verletzt ausfällt, konnte sich kein anderer Angreifer dauerhaft empfehlen. Am Sonntag in Regensburg durften sich Jose-Pierre Vunguidica und Rurik Gislason versuchen, die allerdings keine nennenswerten Aktionen vor dem Tor hatten.

Vunguidica blieb nahezu völlig blass, während Gislason zumindest das Bemühen nicht abzusprechen war. Der Isländer schaffte es zwar, immer wieder Bälle zu behaupten, doch Torgefahr entstand daraus in der Regel nicht. Und wirklich in Szene gesetzt wurden die Angreifer abgesehen vom Anschlusstreffer durch den eingewechselten Sahin Aygünes, den Nejmeddin Daghfous per Kopfballverlängerung bedient, auch nicht.

Insgesamt ist der Sand im Sandhäuser Offensivgetriebe sicherlich nicht nur auf die Angreifer zurückzuführen, da auch aus dem Mittelfeld und den Flügeln mehr kommen muss. Gelingt das am Samstag gegen den VfL Bochum erneut nicht, könnte die gefährdete Zone plötzlich richtig nahe sein.

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