SV Sandhausen: Offensiv zu eindimensional

SVS ist zu berechenbar

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Dienstag, 18.02.2020 | 12:20

Aziz Bouhaddouz (m.) schließt gegen Darmstadt ab.

Aziz Bouhaddouz (m.) wartet seit sieben Spielen auf einen Treffer. ©imago images/Jan Huebner

Nach drei Niederlagen in Serie ist die Tabellensituation des SV Sandhausen trügerisch. Rang elf mag im ersten Moment beruhigend klingen, mit Blick auf den nur noch sechs Punkte betragenden Vorsprung auf den Relegationsplatz und den nächsten Gegner KSC, der eben jenen Platz einnimmt, könnten die nächsten Wochen aber gefährlich werden.

Der Blick von Trainer Uwe Koschinat ist vor dem Derby aber auf die eigene Mannschaft gerichtet, wie er im Podcast des SVS erklärte. "Der schlechteste Ratgeber wäre es, davon auszugehen, dass sie durch den späten Ausgleich in irgendeiner Form verunsicherter auf den Platz gehen", will er auch den späten Nackenschlag für den KSC am vergangenen Wochenende gegen Osnabrück nicht als eigenen Vorteil auslegen.

Nur Behrens & Bouhaddouz treffen regelmäßig

Ein Torerfolg würde seinem Team hingegen sicherlich gut tun. Seit drei Spielen wartet Sandhausen auf einen Treffer, mit erst 24 Toren stellt der SVS gemeinsam mit Wehen Wiesbaden die zweitschwächste Defensive der Liga. Größter Knackpunkt auf dem Weg zu mehr Gefahr vor dem gegnerischen Gehäuse: Sandhausen ist zu leicht berechenbar.

Kevin Behrens (neun) und Aziz Bouhaddouz (sechs) sind für über die Hälfte aller Tore verantwortlich, hinter dem Sturm-Duo fällt die Ausbeute rapide ab. Mario Engels liegt mit zwei Treffern bereits auf Platz drei der teaminternen Rangliste.

"Derzeit fehlen uns Gier und Entschlossenheit. Die Präzision beim letzten Pass", machte Denis Linsmayer in der Rhein-Neckar-Zeitung deutlich, dass auch spielerisch noch viel Luft nach oben ist, der SVS zu selten in die wirklich gefährlichen Bereiche vordringen kann. Gegen den KSC wird diese Aufgabe nicht unbedingt leichter, die Mannschaft vom Wildpark hält auch unter Interimstrainer Christian Eichner an einer defensiven Marschroute fest, beendete zudem erst selbst nach vier torlosen Partien gegen Osnabrück seine Durststrecke.

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