SV Sandhausen: Sextett soll neue Chance erhalten

Sechs von sieben Streichkandidaten noch da

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Dienstag, 06.10.2020 | 08:58
Philip Türpitz am Ball.

Philip Türpitz kam in dieser Saison noch nicht zum Einsatz. ©imago images/foto2press

An manchen Zweitliga-Standorten herrschte am letzten Tag der Sommer-Transferphase noch Hektik, beim SV Sandhausen ging es da schon deutlich gemütlicher zu. Nach dem am Sonntag vollzogenen Wechsel von Mario Engels in die Niederlande wurde nur eine weitere Personalie vermeldet, Florian Hansch löste seinen Vertrag am Hardtwald vorzeitig auf.

Der Mittelfeldspieler war einer von sieben Profis ohne Perspektive, die der SVS gerne noch abgegeben hätte. Knackpunkt: Hansch war der einzige, von dem sich die Kurpfälzer auch tatstächlich trennen konnten. Sören Dieckmann, Alexander Rossipal, Marlon Frey, Ivan Paurevic, Besar Halimi und Philip Türpitz sind weiterhin da.

Überschaubare Aussicht auf Spielzeit

Auf das Abstellgleis will der sportliche Leiter Mikayil Kabaca das Sextett allerdings nicht stellen. „Sie haben ab sofort die Chance, sich für einen Einsatz zu empfehlen. Sie sind wieder fester Bestandteil unseres Kaders“, erklärte er gegenüber der Rhein-Neckar-Zeitung.

28 Spieler umfasst dieser Kader, mit dem Trainer Uwe Koschinat die verbleibende Hinrunde bestreiten wird. In Anbetracht des engen Spielplans wohl kein Nachteil, wobei die Aussicht auf Spielzeit für das Sextett weiterhin überschaubar ist. Die beiden Linksverteidiger Dieckmann und Rossipal müssen sich hinter Diego Contento anstellen, der als Gegenstück zu Dennis Diekmeier auf dem linken Außenbahn gesetzt ist.

Auch für die im defensiven  Zentrum beheimateten Frey und Paurevic dürfte sich die Perspektive nicht drastisch verändert haben. Denis Linsmayer fehlt nach seiner Gehirnerschütterung aus dem Nürnberg-Spiel zwar vorerst, hier ist der SVS mit Erik Zenga, Nikolas Nartey, Anas Ouahim und Emanuel Taffertshofer aber weiterhin quantitativ wie qualitativ gut aufgestellt. An Julius Biada dürfte für Halimi und Türpitz im offensiven Mittelfeld wohl vorerst ebenfalls kein Vorbeikommen sein.

Etablierte Kräfte gegen den KSC in der Pole Position

Die einstigen Streichkandidaten wieder zu integrieren dürfte für Uwe Koschinat kein leichtes Unterfangen werden. Wie aufgezeigt, sind die in Frage kommenden Positionen bereits besetzt. Mit zwei Siegen aus den ersten drei Partien und Tabellenplatz vier hat das Personal, das sich bisher zeigen durfte, zudem überzeugende Argumente vorzuweisen.

Gefragt ist nun also das auch das Sextett, die von Kabaca in Aussicht gestellte Chance, sich für einen Einsatz zu empfehlen, im Trainingsbetrieb zu nutzen. Der enge Spielplan und nicht auszuschließende Verletzungen oder mögliche Sperren dürften dafür sorgen, dass die ganze Kaderbreite bereits in der Hinrunde benötigt wird, angefangen mit dem Auswärtsspiel in Karlsruhe am kommenden Samstag. Gegen die Badener würde es allerdings überraschen, würde Koschinat bereits größere Umstellungen an seiner Startformation vornehmen.