SV Sandhausen: Viel Arbeit für Michael Schiele

Wiedersehen mit den Würzburger Kickers steht an

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 29.11.20 | 07:49
Michael Schiele beim Spiel Sandhausen vs Aue

Nach dem 1:4 beim Debüt gegen Aue kommt viel Arbeit auf Sandhausens Neu-Trainer Michael Schiele zu. ©imago images/foto2press

Seinen Einstand als Trainer des SV Sandhausen hat sich Michael Schiele sicherlich anders vorgestellt. Zwei Tage nach seiner Vorstellung als Nachfolger des entlassenen Uwe Koschinat saß der 42 Jahre alte Fußball-Lehrer erstmals in verantwortlicher Position auf der Bank und musste mitansehen, wie seine neue Mannschaft nach einer frühen Führung gegen Erzgebirge Aue noch eine herbe 1:4-Niederlage kassierte.

Für den im Vergleich zur 0:1-Niederlage bei Fortuna Düsseldorf in der Woche zuvor auf vier Positionen veränderten SVS war es bereits das sechste sieglose Spiel in Folge bei zwei Unentschieden und nun vier Pleiten. Weiterhin trennt die Kurpfälzer nur die bessere Tordifferenz vom Relegationsplatz, sodass klar ist, wohin die Blickrichtung gehen muss. Erst recht, weil am nächsten Wochenende das Gastspiel bei Tabellenschlusslicht Würzburger Kickers ansteht.

Die Partie bei den Unterfranken, die Schiele vergangene Saison zum Aufstieg führte, um dann nach nur zwei Zweitliga-Begegnungen entlassen zu werden, fällt dabei nicht nur aus Sicht von Jürgen Machmeier in die Kategorie Schlüsselspiel. Dabei weiß auch der Präsident, dass sich ein Auftritt wie gegen Aue nicht wiederholen darf: „Wir haben heute wesentlich mehr Fehler gemacht als der Gegner, das hat den Ausschlag gegeben. Das Ergebnis ist sicherlich etwas zu hoch ausgefallen, aber dafür haben heute wir alleine gesorgt und nicht der Gegner“, wird Machmeier auf der vereinseigenen Webseite zitiert.

Schiele sieht positive Ansätze

Auch Schiele haderte mit den Schnitzern im Defensivbereich und im Aufbauspiel, sah aber gerade offensiv auch Punkte, auf die sich aufbauen lässt. „In der Anzahl waren es einfach zu viele Fehler, das müssen wir nun genau analysieren und auch deutlich ansprechen. Wir haben uns das Spiel anders vorgestellt, es waren aber auch positive Dinge drin“, so der neue SVS-Coach, der „weiter konzentriert arbeiten“ will, um in die Spur zurückzufinden.

„ In der Anzahl waren es einfach zu viele Fehler. ”
Michael Schiele

In seiner ersten kompletten Trainingswoche in Sandhausen gilt es dann, vor allem in den hinteren Reihen anzusetzen und eine Formation zu finden, die für defensive Stabilität steht. Ob es bei der gegen Aue praktizierten Dreier- bzw. Fünferkette bleibt oder die Rückkehr zur Viererkette erfolgt, mit der in Düsseldorf wenig zwingende Chancen zugelassen wurden es nur ein Gegentor per Elfmeter setzte, ist dabei eine von mehreren zu treffenden Entscheidungen.