SV Sandhausen: Wann verlängert Kenan Kocak?

Ablöseforderung verhinderte Abgang von Otmar Schork

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 19.11.20 | 09:35
Kenan Kocak

Erste Gespräche über einen neuen Vertrag: Kenan Kocak © Imago

Der SV Sandhausen hat am gestrigen Sonntag auch sein viertes Testspiel der laufenden Vorbereitung gewonnen. Gegen den Schweizer Erstliga-Rückkehrer FC Zürich gelang den Kurpfälzern nach einem Rückstand durch Treffer von Korbinian Vollmann und Lucas Höler (Elfmeter) ein 2:1-Erfolg.

Trainer Kenan Kocak kann mit dem Stand der Vorbereitung durchaus zufrieden sein, wenngleich sich der 36 Jahre alte Fußball-Lehrer noch die eine oder andere Verstärkung vorstellen kann. Vorstellen kann sich Kocak auch einen längerfristigen Verbleib in Sandhausen, doch bislang ist in Sachen Vertragsverlängerung über 2018 hinaus nichts passiert, obwohl Geschäftsführer Otmar Schork schon im Frühjahr entsprechende Gespräche angekündigt hatte.

„Wir haben schon mal darüber gesprochen, konkrete Verhandlungen gab es aber noch nicht“, verriet Kocak in der Rhein-Neckar-Zeitung den aktuellen Stand der Dinge und zugleich auch, in diesem Sommer andere Optionen gehabt zu haben: „Ich arbeite gerne in Sandhausen und musste deshalb auch nicht lange überlegen, die konkreten Angebote dreier türkischer Erstligisten abzulehnen.“

FCK buhlte um Schork

Klar ist freilich, dass Kocaks Arbeit auch andernorts verfolgt wird und der Name des Deutsch-Türken vermutlich auch in den kommenden Monaten wieder fallen wird, sollte irgendwo bei einem ambitionierten und vielleicht finanziell besser aufgestellten Klub der Trainerstuhl freiwerden. Zumindest solange die angedachte Vertragsverlängerung durch ist.

Kocak ist indes nicht der einzige Protagonist des Sandhäuser Erfolges, der Begehrlichkeiten geweckt hat. Wie die Rheinpfalz und die Rhein-Neckar-Zeitung übereinstimmend berichten, warb der 1. FC Kaiserslautern um Geschäftsführer Schork, der aber offenbar keine Freigabe erhielt bzw. dessen Abgang durch eine Ablöseforderung verhindert wurde.

Schork selbst wollte sich bislang dazu nicht äußern. Offen ist, wie der 59-Jährige damit umgeht, dass ihm eine vielleicht einmalige Chance verbaut wurde und ob das bislang exzellente Verhältnis zu Präsident Jürgen Machmeier leidet.

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