SV Sandhausen: Was wurde aus den Abgängen 2020?

Das machen Verlaat, Engels & Co.

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Dienstag, 27.10.2020 | 16:48
Jesper Verlaat im SVS-Dress.

Jesper Verlaat nimmt in der 3. Liga einen neuen Anlauf. ©imago images/Hartenfelser

Auf Seiten der Abgänge war es beim SV Sandhausen in diesem Sommer verhältnismäßig überschaubar. Nur acht Akteure hängten den SVS-Dress an den Nagel, bei drei von ihnen ist die Suche nach einem neuen Klub noch nicht von Erfolg gekrönt.

Mario Engels
Zurück in die Niederlande hieß es für den Angreifer, der am Hardtwald keine Perspektive mehr für sich sah. Bei Sparta Rotterdam musste Engels erst noch eine Oberschenkelverletzung aus SVS-Zeiten auskurieren, dann stand er zwei Mal in der Startelf. Ein Tor gelang ihm noch nicht, beim Tabellenvorletzten der Eredivisie werden die aber dringend benötigt.

Roman Hauk
Für die Aussicht auf mehr Spielzeit entschloss sich das Eigengewächs zum Wechsel in die Regionalliga, er blieb aber in der Region und schloss sich Astoria Walldorf an. Dort ist er Stammspieler, konnte die Defensive aber noch nicht merklich verstärken: Mit 24 Gegentreffern stellt der FCA die durchlässigste Abwehr der Südwest-Staffel.

Jesper Verlaat
Auch Verlaat blieb zumindest räumlich in der Nähe zum Waldtwald und heuerte bei Waldhof Mannheim an. Dort lief es für den 24-Jährigen bislang aber noch nicht rund, auch krankheitsbedingt stand der Verteidiger erst zwei Mal in Liga drei auf dem Platz. Mit seinem couragierten Einsatz beim ersten Saisonsieg über Wehen Wiesbaden bewies der Niederländer aber, das Zeug zu einer echten Verstärkung zu haben.

Leart Paqarada
Nach sechs Jahren entschied sich der Nationalspieler des Kosovo für einen Tapetenwechsel und schloss sich dem FC St. Pauli an. Nach drei Startelfeinsätzen zu Beginn lief ihm mit Maximilian Dittgen aber ein weiterer Neuzugang der „Kiezkicker“ den Rang ab. Im Training und nach Einwechslungen wird Paqarada somit wieder Eigenwerbung betreiben müssen.

Rurik Gislason
Nach seinem Abschied schoss der Isländer scharf gegen die Verantwortlichen am Hardtwald. Ob sich das negativ auf seine Klubsuche ausgewirkt hat, kann nur gemutmaßt werden. Von Erfolg gekrönt war seine Suche bislang jedoch nicht, der Offensiv-Allrounder ist aktuell ohne Verein.

Stefan Kulovits
Ganze sieben Jahre hielt der einstige Kapitän die Knochen für den SVS hin, im Sommer zog er einen Schlussstrich unter seine aktive Karriere. Ohne Fußball im Allgemeinen und Sandhausen im Speziellen geht es für den gebürtigen Wiener allerdings nicht: Nachdem er bereits im Vorjahr nur noch als Stand-by-Profi zur Verfügung stand und Cheftrainer Uwe Koschinat assistierte, ist er seit diesem Sommer auch ganz offiziell Co-Trainer am Hardtwald.

Markus Karl
Verletzungsbedingt stand der Routinier im April 2019 das letzte Mal für Sandhausen auf dem Feld, in diesem Sommer lief sein Kontrakt aus. Einen neuen Arbeitgeber hat der Defensiv-Allrounder noch nicht präsentieren können.

Florian Hansch
Zwei Jahre stand der 25-Jährige am Hardtwald unter Vertrag, verbrachte davon jedoch eineinhalb Jahre auf Leihbasis bei Wehen Wiesbaden und in Halle. Kurz vor Ende der Transferphase einigten sich Sandhausen und der Mann für die rechte Außenbahn auf eine Vertragsauflösung,. Nachdem ein Probetraining bei Drittligist Mannheim nicht in einer Verpflichtung gipfelte, ist Hansch weiterhin auf der Suche.

Was war bei der Konkurrenz los? Hier geht’s zu den bisher erschienen Abgängen 2020.