SV Sandhausen: Zwei Neuzugänge fallen auf

Sieg über "Lilien" die Blaupause für Nürnberg?

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Samstag, 19.09.2020 | 15:30
Diego Contento gegen Braydon Manu.

Viel unterwegs: Diego Contento (l.) war gegen Darmstadt an beiden SVS-Treffern beteiligt. ©imago images/foto2press

Beste Freunde waren der SV Sandhausen und der 1. Spieltag bislang nicht wirklich. Das 3:2 gegen Darmstadt war erst das zweite Mal in der nun neunjährigen Zweitliga-Geschichte des SVS, das ein Auftaktspiel gewonnen wurde.

Entscheidend für den perfekten Start waren zwei der drei Neuzugänge, die Trainer Uwe Koschinat in die Startelf beordert hatte: Diego Contento und Daniel Keita-Ruel. Während Contento als Linksverteidiger in die großen Fußspuren von Leart Paqarada tritt, wurde Keita-Ruel als Partner für Kevin Behrens verpflichtet, der jedoch verletzungsbedingt fehlte.

Ruhende Bälle auch gegen Nürnberg ein Mittel

Ähnlich wie Contentos Pendant Dennis Diekmeier auf rechts soll der 30-Jährige mit seiner Erfahrung Verantwortung übernehmen, was gegen die „Lilien“ bereits zu beobachten war. Neben Paqaradas Position übernahm er mit Standards auch dessen zweites Aktionsfeld – mit Erfolg, wie Keita-Ruels erster Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1 nach seinem Freistoß bewies.

Auch an der Entstehung des zweiten SVS-Treffers war der Ex-Bayern-Spieler unmittelbar beteiligt, lieferte sich den Zweikampf mit Braydon Manu, der zum Handspiel des Darmstädters führte. Den folgenden Strafstoß übernahm Keita-Ruel, der aus elf Metern die Nerven behielt.

Ruhende Bälle dürften am Hardtwald in den kommenden Tagen ohnehin verstärkt auf dem Trainingsplan auftauchen. Sonntag in einer Woche muss der SVS nach Nürnberg, wo ein Plus an Ballbesitz für die Gastgeber wohl nicht wirklich überraschen würde. Eigene Standards dann möglichst effektiv zu nutzen, könnte ein Mittel sein.

Wie effektiv Keita-Ruel ist, bewies er dann noch ein drittes Mal, als er eine technische Unsauberkeit von Patric Pfeiffer ausnutzte und seine Hattrick erzielte. Die Fähigkeit, aus wenig viel zu machen, wird auch im Frankenland gefragt sein. Zumal der Sieg über Darmstadt den Einen oder Anderen am Hardtwald vielleicht sogar träumen lässt: Der zuvor einzige Auftaktsieg war ein 3:1-Erfolg, in der Saison 2015/16 wurde Eintracht Braunschweig in dieser Höhe geschlagen. Es folgten zwei denkwürdige Auftritte gegen Union Berlin (4:3) und den SC Paderborn (6:0).