Wehen Wiesbaden: Fortschritt mit zu wenig Ertrag

Gegen Jahn Regensburg wartet das nächste Schlüsselspiel

Manuel Schäffler am Ball gegen den VfL Bochum

Seine beiden Tore reichten in Bochum nicht zum Sieg: Manuel Schäffler. © imago images/Eibner

Inklusive dem unglücklichen Pokal-Aus nach Elfmeterschießen gegen den 1. FC Köln hat der SV Wehen Wiesbaden die ersten vier Pflichtspiele nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga allesamt verloren. Diese Serie wurde zwar am gestrigen Samstag beendet, doch wirklich zufrieden war im Lager des SVWW mit dem 3:3 beim VfL Bochum niemand.

Denn angesichts einer 3:0-Führung zur Pause und einem 3:1-Vorsprung nach 86 Minuten war für Wehen Wiesbaden fraglos mehr drin als der erste Saisonpunkt. Nichtsdestotrotz wertete Doppeltorschütze Manuel Schäffler das Remis auf der vereinseigenen Webseite zumindest als Teilerfolg: „Wir haben einen Punkt geholt – das ist mehr als davor und das Positive, was wir heute mitnehmen.“

Zugleich machte auch Schäffler keinen Hehl aus seiner Enttäuschung, ist aber weit davon entfernt zu resignieren: „Wir müssen gerade sehr viel leiden, sehr viel arbeiten, aber da kommen wir wieder raus.“

Kuhn-Verletzung als Knackpunkt

Ähnlich äußerte sich auch Trainer Rüdiger Rehm, der eine „sehr, sehr gute erste Halbzeit“ lobte, in der defensiv wie offensiv im Vergleich zu den letzten Spielen Fortschritte unverkennbar waren. Der SVWW-Coach sah letztlich in der Verletzung von Moritz Kuhn nach der dritten Auswechslung, die den Aufsteiger in den letzten zehn Minuten quasi mit einem Mann weniger agieren ließ, den Knackpunkt.

„Dass uns in der 80. Minute mit Moritz Kuhn unser Außenverteidiger wegfällt und wir in Unterzahl spielen müssen, hat uns das ein bisschen Genick gebrochen. Bei den Temperaturen und in Unterzahl hat der VfL Druck gemacht und es ist leider noch zum 3:3 gekommen“, so Rehm, der mit seinem Team nun vor dem nächsten richtungsweisenden Duell steht.

Bevor es in die Länderspielpause geht, gastiert am nächsten Samstag Jahn Regensburg in Wiesbaden. Die Oberpfälzer reisen mit drei Pflichtspielpleiten in Folge und sicherlich auch nicht mit breiter Brust an. Mit einem Sieg würde der SVWW den Anschluss ans Tabellenmittelfeld herstellen. Bei jedem anderen Ergebnis wäre der Platz im Tabellenkeller auf Wochen hinaus sicher.

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