Wehen Wiesbaden: Heimschwäche als entscheidendes Manko im Abstiegskampf?

Noch fünf Partien im eigenen Stadion

Manuel Schäffler von Wehen Wiesbaden

Manuel Schäffler erzielte zehn seiner Tore auswärts. ©Imago images/Hartenfelser

Auch beim SV Wehen Wiesbaden hat man die klaren Signale seitens der Politik in Sachen Geisterspiele ab dem zweiten Mai-Wochenende vernommen. Für den näherrückenden Wiederbeginn will der Tabellensechzehnte natürlich optimal vorbereitet sein. Gut möglich nun, dass schon bald auch in der täglichen Trainingsarbeit bei entsprechender Freigabe mit Zweikämpfen und Spielformen ein Gang höher geschaltet werden kann.

Klar ist, dass sich die Mannschaft von Trainer Rüdiger Rehm keinen ähnlich schwachen Start erlauben kann wie zu Saisonbeginn mit nur einem Punkt aus den ersten sieben Spielen. Und der SVWW wird sich mit Blick auf das Restprogramm auch im eigenen Stadion steigern müssen.

Mit zehn Zählern aus zwölf Partien vor heimischem Publikum bildet Wehen Wiesbaden das Schlusslicht der Heimtabelle. Dass fünf der verbleibenden neun Begegnungen zu Hause stattfinden, muss damit nicht unbedingt ein Vorteil sein, zumal dabei auch noch auf die Unterstützung der Fans verzichtet werden muss.

Noch vier Big-Point-Spiele im eigenen Stadion

Allerdings wird der SVWW auch angesichts schwerer Auswärtsspiele beim 1. FC Heidenheim, beim Hamburger SV, bei Holstein Kiel und bei Darmstadt 98 nicht umhin kommen, zu Hause zu punkten.

Weil abgesehen vom VfB Stuttgart nur noch Teams aus der unteren Tabellenhälfte in der Brita-Arena zu Gast sind, scheint das Restprogramm im eigenen Stadion durchaus machbar. Gegen den SV Sandhausen, Dynamo Dresden, den FC St. Pauli und den 1. FC Nürnberg stehen sogar noch vier Duelle mit direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt an.

Zulegen muss der SVWW daheim dann in vielerlei Hinsicht. So sind 24 Gegentore, also zwei Einschläge je 90 Minuten, fraglos zu viele. Und auch offensiv besteht viel Luft nach oben, denn nur elf Treffer glückten der Rehm-Elf bislang zu Hause (0,92 pro Spiel). Dass die grundsätzliche Offensivqualität vorhanden ist, zeigen indes 20 Treffer in den bisherigen 13 Auswärtsspielen (1,54 im Schnitt).