Wehen Wiesbaden: Was wurde aus den Abgängen 2019?

Markus Kolke, Alf Mintzel & Co.

Markus Kolke greift zu.

Markus Kolke blieb nach dem Aufstieg mit Wehen Wiesbaden in der 3. Liga. ©imago images/Osnapix

Erwartungsgemäß machten bei Wehen Wiesbaden nicht alle Spieler den Aufstieg in die 2. Bundesliga mit. Etwas überraschend kam jedoch der Abgang von Markus Kolke. Der Torhüter, zu diesem Zeitpunkt acht Jahre bei den Hessen, war stets ein sicherer Rückhalt und hatte mit seinen Paraden großen Anteil daran, dass es mit dem Gang eine Klasse höher klappte.

Stattdessen segelt der 29-Jährige seit Saisonbeginn für Hansa Rostock durch die Strafräume der 3. Liga. Erneut als zuverlässige Nummer Eins, beweist der gebürtige Erlenbacher seine Flugkünste und Nervenstärke nun an der Ostsee.

Stammkraft auch an der Ostsee

„Markus verkörpert Ruhe und Gelassenheit. Ich bin sicher, dass er seine Leistung in Rostock weiter steigern und stabilisieren wird“, verriet Ole Book, der sechs Jahre mit Kolke in Wehen Wiesbaden spielte, unserer Schwesterseite Liga-Drei.de bereits vor rund drei Wochen.

Genau wie zuvor beim SVWW ist er auch beim FCH gesetzt und verpasste seit seinem Wechsel keine einzige Spielminute. Welches Vertrauen sein Trainer Jens Härtel in ihn setzt, wurde während der Verletzung des Kapitäns Julian Riedel deutlich, in dessen Abwesenheit Kolke die Binde übernimmt.

Markus Kolke im Hansa-Dress.

Markus Kolke verpasste für Hansa noch keine Minute in Liga 3. ©imago images/Hübner

Die übrigen Abgänge:

Sören Reddemann
Nach regelmäßigen Einsätzen in der Hin- kam Reddemann in der Rückrunde nur noch sporadisch zu Einsatzzeiten. So blieb er in der 3. Liga und schloss sich Aufsteiger Chemnitz an. Dort war der Verteidiger unter David Bergner gesetzt, auch dessen Nachfolger Patrick Glöckner baut im Kampf um den Klassenerhalt auf den 23-Jährigen.

Giuliano Modica
Regionalliga statt 2. Liga: Modica schloss sich der zweiten Mannschaft von Bundesligist Mainz 05 an und soll als einer von drei Ü23-Spielern die junge Mannschaft anführen. Das gelingt dem Argentinier, der in der Innenverteidigung gesetzt ist, bislang ausgesprochen gut, die Rheinhessen konnten sich nach dem knappen Klassenerhalt im Vorjahr mittlerweile im oberen Tabellendrittel etablieren.

Simon Brandstetter
Eng mit dem Aufschwung der Mainzer Zweitvertretung ist auch der Name Simon Brandstetter verknüpft, der zweite Ü23-Spieler im Kader mit SVWW-Vergangenheit. 13-Mal lief der Mittelstürmer seit seinem Wechsel in der Südwest-Staffel auf und bewies dabei mit sieben Treffern seinen Torriecher.

Cedric Euschen
Erst im Sommer aus der U23 des 1. FC Nürnberg verpflichtet, war Euschen schell wieder weg – aber nur auf Leihbasis. Für die Aussicht auf mehr Spielpraxis wechselte der 21-Jährige bis Saisonende nach Saarbrücken in die Regionalliga. Nachdem ihn ein Syndesmosebandriss ausbremste, schaffte er Anfang November erstmals den Sprung in den Spieltagskader.

Alf Mintzel
Der „ewige Alf“ hängte seine Kickstiefel im Sommer an den Nagel – zumindest im Profi-Bereich. Denn ganz ohne Fußball geht’s beim 37-Jährigen nicht, der in der Bezirksoberliga bei der SG Walluf weiter kickt. Und auch der SVWW muss nicht auf ihn verzichten, Mintzel arbeitet nun im Marketing des Klubs.

Niklas Schmidt
Die Leihgabe von Werder Bremen spielte unter Rüdiger Rehm groß auf, was in einer Vertragsverlängerung an der Weser mündete. Der Bundesligist verlieh ihn für zwei weitere Jahre, diesmal nach Osnabrück. Dort konnte Schmidt sein Potential auch verletzungsbedingt noch nicht beständig abrufen und durfte in keinem seiner sechs Einsätze über die vollen 90 Minuten ran.

Agyemang Diawusie
Der Flügelflitzer verbrachte die Rückrunde auf Leihbasis bei Wehen Wiesbaden und kehrte anschließend zum FC Ingolstadt zurück. Dort konnte sich Diawusie nicht nachhaltig gegen die Konkurrenz durchsetzen, seit Ende August setzt ihn zudem eine Schulterverletzung außer Gefecht.

Florian Hansch
Der nächste Leihspieler, für den es nach der Zeit in Wehen Wiesbaden erneut woanders weiterging. Vom SV Sandhausen erneut in die 3. Liga verliehen, hat Hansch in Halle einen schweren Stand. An zwei der ersten drei Spieltage in der Startelf, kamen seitdem nur vier Einwechslungen hinzu.

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