Wehen Wiesbaden: Zu abhängig von Manuel Schäffler?

Acht von 14 Toren erzielte der Mittelstürmer

Manuel Schäffler

Acht Saisontore, aber zuletzt vier Mal in Folge ohne Treffer: Manuel Schäffler. © imago images / Hartenfelser

Der Aufschwung des SV Wehen Wiesbaden mit fünf ungeschlagenen Spielen in Folge wurde vor der Länderspielpause mit der aufgrund der Umstände äußerst bitteren Niederlage bei Dynamo Dresden gestoppt (0:1). Dass das Kellerduell in Dresden verloren wurde und seitdem wieder die rote Laterne beim SVWW leuchtet, lag indes nur am unglücklichen Gegentor, sondern auch an der eigenen Offensivschwäche, die freilich kein neues Phänomen war.

Vielmehr gelang der Mannschaft von Trainer Rüdiger Rehm in den vergangenen vier Partien lediglich ein Treffer, der in der Nachspielzeit gegen den Hamburger SV (1:1) auch eher auf Zufall basierte.

Ein Grund für die maue Torausbeute ist eine nach dem katastrophalen Fehlstart mit nur einem Punkt aus den ersten sieben Spielen und 9:23 Toren veränderte Spielweise, in der deutlich größerer Wert auf eine stabile Defensive gelegt wird. Zuletzt ließ der SVWW in sechs Partien lediglich drei Gegentore zu. Erzielt wurden im gleichen Zeitraum indes auch nur fünf.

Schäffler seit vier Spielen torlos

Dass nicht mehr Tore gelangen, hat darüber hinaus auch einen Zusammenhang mit der Abhängigkeit von Manuel Schäffler. Der 30-jährige Angreifer spielt mit bereits acht Treffern zwar insgesamt eine bärenstarke Saison, blieb aber in den jüngsten vier Begegnungen torlos. Während sich die Gegner naturgemäß besser auf Schäffler, der für 57 Prozent der Treffer der Rehm-Elf verantwortlich zeichnet, eingestellt haben, ist kein anderer Akteur in die Bresche gesprungen.

Lediglich Maximilian Dittgen verbucht noch zwei Treffer, wohingegen Niklas Dams, Törles Knöll, Daniel-Kofi Kyereh und der seit längerem verletzte Phillip Tietz nur je einmal trafen. Alle anderen Profis gingen gänzlich leer aus.

Beim Testspiel am Donnerstag gegen Waldhof Mannheim (2:2) zeichneten mit Gökhan Gül und Stefan Aigner zwei Spieler verantwortlich, die nach der Länderspielpause im Heimspiel gegen Holstein Kiel kaum beginnen werden. Aigner ist nach seiner roten Karte gegen den HSV noch gesperrt und Gül ein gutes Stück von einem Stammplatz entfernt.

Eine zweite Spitze ist nicht ausgeschlossen

Trainer Rehm war mit der Partie gegen Mannheim nur bedingt zufrieden und gab auf der vereinseigenen Webseite zudem einen Einblick in die Arbeit dieser Tage: „Wir haben zwei Tore erzielt, das war ein positiver Ansatz. Wir müssen unser Spiel mit dem Ball weiterentwickeln, dürfen dabei aber nicht die defensive Stabilität vernachlässigen. Wir müssen Automatismen einstudieren und uns Torchancen herausarbeiten. Das sind die wichtigsten Schwerpunkte in dieser Länderspielpause.“

Wir müssen unser Spiel mit dem Ball weiterentwickeln. (Rüdiger Rehm)

Zum einen will Rehm damit Schäffler wieder öfter in Abschlusssituationen bringen als in den letzten Wochen. Zum anderen erhofft sich der Coach aber auch von anderen Spielern mehr Torgefahr. Das gilt sicherlich vor allem für die Angreifer Kyereh und Knöll, aber auch für offensive Flügelspieler wie Nicklas Shipnoski, Tobias Schwede oder Marvin Ajani.

Das zuletzt praktizierte 3-4-3 bzw. 5-4-1 ist dabei nicht in Stein gemeißelt und könnte zugunsten einer zweiten Spitze neben Schäffler in den kommenden Spielen auch modifiziert werden.

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