Dynamo Dresden: Bleiben Ballas und Nikolaou gesetzt?

Jannik Müller und Kevin Ehlers als Herausforderer

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 10.04.20 | 07:23
Jannis Nikolaou

Bildete zuletzt mit Florian Ballas eine stabile Innenverteidigung: Jannis Nikolaou. © imago images / Dennis Hetzschold

Mit dem Trainerwechsel von Cristian Fiel zu Markus Kauczinski erfolgte bei Dynamo Dresden auch die Abkehr von der Dreier- bzw. Fünferabwehrreihe. Nach 28 Gegentoren in den ersten 15 Spielen unter Fiel sorgte die Umstellung auf Viererkette vor der Winterpause allerdings zunächst nicht für mehr Stabilität. In den drei Partien unter Interimscoach Heiko Scholz und unter Kauczinski kassierte die SGD in den drei Partien vor Weihnachten sechs weitere Gegentore.

Im neuen Jahr allerdings präsentiert sich Dynamo nun deutlich gefestigter. Nur noch sieben Gegentore ließ Dresden in den sieben Spielen anno 2020 zu. Die neue defensive Stabilität, die eigentlich nur beim 2:3 gegen Darmstadt 98 vermisst wurde, zählt sicherlich zu den wesentlichsten Gründen dafür, dass die Kauczinski-Elf den Anschluss ans rettende Ufer herstellen konnte und wieder realistische Chancen auf den Klassenerhalt besitzt.

Großen Anteil am deutlich erhöhten Defensivniveau hat die Innenverteidigung mit Florian Ballas und Jannis Nikolaou, die nach der Winterpause alle Partien über die vollen 90 Minuten auf dem Platz stand. Während Ballas bereits vor Weihnachten ab dem sechsten Spieltag nur einmal in der Anfangsformation fehlte, war zwar auch Nikolaou eine feste Größe, allerdings nicht im Abwehrzentrum, sondern im defensiven Mittelfeld.

Die Versetzung des 26-Jährigen an die Seite von Ballas war nach jetzigem Stand eine gute Entscheidung von Kauczinski, die durch die winterlichen Verpflichtungen von Ondrej Petrak und Josef Husbauer für das zentrale Mittelfeld vereinfacht wurde.

Marco Hartmann als weitere Alternative

Wenn der Ball in der 2. Bundesliga wieder rollt, was ab dem 8. Mai der Fall sein könnte, ist weiterhin von Ballas und Nikolaou in der Dresdner Innenverteidigung auszugehen. Jannik Müller, der in der Hinrunde gesetzt war, startet damit als Herausforderer. Der 26-Jährige, dessen im Januar-Trainingslager aufgetretene Probleme sich als letztlich Ende Februar operierter Leistenbruch herausgestellt haben, ist aber nun wieder belastbar und dürfte den Konkurrenzkampf befeuern.

Das gilt auch für Youngster Kevin Ehlers, der im Herbst einer der wenigen Lichtblicke war, aber im Jahr 2020 aufgrund einer Sprunggelenksverletzung noch nicht zur Verfügung stand. Nach der Corona-Zwangspause wird auch der 19-Jährige, der sich ins Blickfeld mehrerer Bundesligisten gespielt haben soll, alles daran setzen, seinen 13 Einsätzen aus dem Herbst weitere Spielminuten hinzuzufügen.

Weil zudem auch Marco Hartmann, der ebenfalls eine Option für das Abwehrzentrum darstellt, schon in den beiden letzten Spielen bei Jahn Regensburg und gegen Erzgebirge Aue in der Schlussphase mithelfen konnte, die 2:1-Siege über die Zeit zu bringen, steht Coach Kauczinski sogar für einer Art Luxusproblem. Solange Ballas und Nikolaou an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen können, werden die Herausforderer aber wohl Geduld aufbringen müssen.