Dynamo Dresden: Individuelles Training und ein starkes Zeichen

Mannschaft und Trainerteam verzichten auf mehr als 300.000 Euro

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 22.03.20 | 07:07
Ralf Minge

Setzte mit Spielern und dem Trainerteam ein starkes Zeichen: Ralf Minge. © imago images / Picture Point LE

Wie zuvor schon die Kollegen beim SV Wehen Wiesbaden und beim Karlsruher SC haben auch die Profis von Dynamo Dresden zusammen mit dem Trainerteam um Markus Kauczinski und der Geschäftsführung in der aktuellen Corona-Krise ein starkes Zeichen gesetzt. Die Protagonisten verzichten bis 30. Juni 2020 auf über 300.000 Euro ihres Gehaltes, um damit vor allem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins zu unterstützen, für die seit dieser Woche Kurzarbeit angesagt ist.

Darüber hinaus werden 50.000 Euro der Summe für soziale Zwecke verwendet. Geschäftsführer Ralf Minge zeigte sich auf der vereinseigenen Webeite erfreut über das gemeinsam gesetzte Zeichen: „Der gesamte Trainerstab und alle Lizenzspieler haben sich schnell dazu bereit erklärt, sich in dieser Ausnahmesituation durch den freiwilligen Verzicht auf Teile ihres Gehaltes solidarisch zu zeigen. Dieses Verantwortungsbewusstsein zeigt mir, dass die Werte unseres Vereins auch und erst recht in der Not von jedem mitgetragen werden. Wir helfen einander, gerade dann, wenn es darauf ankommt.“

Bis auf Weiteres kein Mannschaftstraining

Darüber hinaus gab Minge auch bekannt, dass die SGD bis auf Weiteres kein Mannschaftstraining absolvieren kann. Grund dafür ist die Verfügung des Gesundheitsministeriums für das Land Sachsen, dass im Zuge der fortschreitenden Ausbreitung des Coronavirus vorerst keine Trainingseinheiten in Mannschaftsstärke mehr stattfinden dürfen.

„ Es ist derzeit nicht absehbar, wann das nächste Mannschaftstraining in Dresden stattfinden wird. ”
Ralf Minge

„Es ist derzeit für uns nicht absehbar, wann das nächste Mannschaftstraining in Dresden stattfinden wird. Sobald wir die Freigabe von den Behörden in Sachsen erhalten, starten wir wieder gemeinsam mit dem Teamtraining. Bis dahin dürfen die Spieler frei entscheiden, an welchem Ort sie die Aufgaben der individuellen Trainingspläne erledigen“, weiß auch Minge im Moment nicht, wie es weitergeht.

Nach jetzigem Stand ist in Sachsen Mannschaftstraining auf öffentlichen und privaten Sportanlagen bis zum 20. April nicht mehr erlaubt. Eine Verlängerung ist ebenso nicht ausgeschlossen wie eine Ausnahmegenehmigung für Profiteams, die für Dynamo auch unerlässlich wäre, sollte der Spielbetrieb wie von der DFL und den Vereinen erhofft auf absehbare Zeit wiederaufgenommen werden.

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