Dynamo Dresden: Hauptmann spielt sich in den Fokus

Mehrere Bundesligisten interessiert

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 15.01.21 | 12:57
Niklas Hauptmann

Niklas Hauptmann scheint in seiner Entwicklung nicht aufzuhalten © Imago

Mit nun 38 Punkten auf dem Konto kann Dynamo Dresden seit dem 2:0-Sieg am Samstag bei den Würzburger Kickers einen Haken hinter das erste Saisonziel Klassenerhalt machen. Weil gleichzeitig der Rückstand auf den dritten Platz bereits sieben Punkte beträgt und keines der Top-Teams den Eindruck erweckt, im Endspurt einzubrechen, könnte für die SGD die Endphase der Saison relativ spannungslos verlaufen.

Trainer Uwe Neuhaus freilich wird die verbleibenden zehn Partien sicherlich dazu nutzen, seine Mannschaft und einzelne Spieler weiterzuentwickeln. Bestens gelungen ist dies schon bei Niklas Hauptmann, der in dieser Spielzeit sehr schnell den Sprung vom Talent zum Stammspieler schaffte und der längst als Leistungsträger gilt.

Neuhaus rät von schnellem Wechsel ab

Beim Erfolg in Würzburg avancierte Hauptmann mit der überragenden Vorarbeit zum 1:0 durch Aias Aosman und einer auch ansonsten exzellenten Leistung zum bestens Spieler auf dem Platz. „Er macht fast immer alles richtig, hat kaum Ballverluste. Das ist schon erstaunlich, eine enorme Entwicklung. Ich freue mich, dass ich die begleiten durfte. Mal gucken, ob er sich noch mehr entwickeln kann“, beschränkte Coach Neuhaus sein Lob gegenüber Tag24 indes nicht nur auf die Begegnung in Würzburg.

„ Ein zu schneller Wechsel kann auch zum Rohrkrepierer werden. ”
Uwe Neuhaus

Auf die Schultern klopfen können sich die Dresdner Verantwortlichen, dass es gelungen ist, den Vertrag mit dem 20-Jährigen im Oktober bis 2020 zu verlängern. Denn wie Bild berichtet, sind längst mehrere Bundesligisten auf das Dresdner Mittelfeldjuwel aufmerksam geworden. Für Neuhaus aber kein Grund zur Sorge, sieht der Fußball-Lehrer den Sohn von Ex-Profi Ralf Hauptmann (Dynamo, 1. FC Köln) doch in seinem Umfeld gut aufgehoben und beraten: „Ein zu schneller Wechsel kann auch zum Rohrkrepierer werden. Ich bin mir sicher, dass er das weiß. Und noch ein, zwei Jahre hier bleibt.“

Geht Hauptmanns Entwicklung so weiter, wird der seit 2008 für Dynamo aktive Mittelfeldlenker aber dennoch eher früher als später in der Bundesliga zu sehen sein.

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