SV Sandhausen: Biada wird immer wichtiger

Fünf Tore in den letzten sieben Spielen

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Montag, 08.06.2020 | 14:44

Julius Biada (r.) jubelt mit Kevin Behrens.

Julius Biada (r.) hatte zuletzt vermehrt Grund zum Jubeln. ©imago images/foto2press

Der SV Sandhausen hat es wieder getan: Im Vorjahr in akuter Abstiegsgefahr, entkamen die Kurpfälzer durch einen fulminanten Schlussspurt noch dem Tabellenkeller. Ähnliches lässt sich über das aktuelle Team sagen. Drei Siege aus den letzten drei Spielen sorgten dafür, dass der Relegationsplatz in Richtung Liga drei komfortable neun Punkte entfernt ist.

Die Ursprünge hierfür sind vielschichtig. Neben der Umstellung auf eine Fünferkette, die bei allen drei Siegen vollzogen wurde, blüht auch Julius Biada auf. Der Offensiv-Allrounder, im vergangenen Sommer nach einer enttäuschenden Spielzeit vom Betzenberg an den Hardtwald gewechselt, machte mit drei Toren in den fünf Spielen seit dem Re-Start auf sich aufmerksam.

Sonderlob von Uwe Koschinat

"Ich spiele jetzt konstanter, zuletzt immer von Beginn an und auch die Art unseres Spiels kommt mir entgegen, weil wir mehr auf zweite Bälle spielen", äußerte er sich nun zu seiner Leistungsexplosion in der Rhein-Neckar-Zeitung.

Zuerst im offensiven Mittelfeld und beim 2:1-Erfolg über Greuth als Sturmpartner an der Seite von Kevin Behrens hat sich Biada vorerst in der ersten Elf des SVS festgespielt. "Durch ihn sind wir schwerer auszurechnen", erläutert Trainer Uwe Koschinat die Vorzüge des 27-Jährigen.

An der Seite des robusten Behrens kann Biada seine Stärken am Ball und seine Technik ausspielen, indem er auf die von ihm angesprochenen zweiten Bälle geht. Dass er diese auch in Zählbares ummünzen kann, bewies er mit fünf Treffern in den letzten sieben Spielen.

Umschaltmomente gegen das Top-Duo

So können Biada und der SVS auch mit Blick auf die Tabelle unbekümmert in die nächsten beiden Spiele gehen, die mit Bielefeld und Stuttgart aus dem Top-Duo der Liga bestehen. Auch dort ist der Tabellenneunte Außenseiter, überraschte aber bereits in der Hinrunde mit vier Punkten aus den beiden Begegnungen. Die Doppelspitze Behrens/Biada scheint auch in den erneuten Aufeinandertreffen eine passende Lösung zu sein.

Das Gros des Ballbesitz dürfte jeweils beim Gegner liegen, Sandhausen muss seine Umschaltmomente clever nutzen. Mit einem Biada in derzeit bestechender Form könnte es erneut gelingen, den Favoriten ein Bein zu stellen und den verbleibenden Punkt für die - auch am Hardtwald - gern beschworene 40-Punkte-Marke zum endgültigen Klassenerhalt einzutüten.

Das Restprogramm des SV Sandhausen