SV Sandhausen: Personalpuzzle in der Offensive

Förster und Gislason fallen gelbgesperrt aus

Philipp Förster

Verpasst die Reise nach Berlin gelbgesperrt: Philipp Förster © Imago / foto2press

Freude und Erleichterung überwogen beim SV Sandhausen natürlich nach dem im Abstiegskampf enorm wichtigen 3:0-Sieg gegen den VfL Bochum. Zumindest Trainer Uwe Koschinat dürfte aber rasch auch wieder den Blick auf die nächste Aufgabe gerichtet haben, die die Kurpfälzer am Samstag zum 1. FC Union Berlin führt. Und als hingen die Trauben dort nicht ohnehin schon hoch genug, gilt es zwei Ausfälle zu kompensieren.

Denn gegen Bochum handelten sich mit Rurik Gislason und Philipp Förster gleich zwei Akteure aus der offensiven Dreierreihe hinter Sturmspitze Andrew Wooten die fünfte gelbe Karte ein. Dieses Duo gilt es nun an der Alten Försterei zu ersetzen, wofür sich Coach Koschinat einige Möglichkeiten bieten – sowohl taktisch als auch personell.

Schleusener als zweite Spitze möglich

Baut Koschinat auch in Berlin auf ein 4-2-3-1, könnte Maximilian Jansen die Rolle von Förster in der Offensivzentrale übernehmen, wäre dort aber eine defensivere Lösung. Eine andere, noch vorsichtigere Variante wäre es, mit dem bislang im neuen Jahr wegen Magenproblemen ausgefallenen Denis Linsmayer einen dritten Sechser neben Markus Karl und Emanuel Taffertshofer zu bringen.

Korbinian Vollmann wäre derweil die offensivste Zehner-Lösung, ist aber auch auf Außen eine Alternative zu Gislason. Ebenso der gegen Bochum krankheitsbedingt ausgefallene Felix Müller, wohingegen Nejmeddin Daghfous nach seinem Kreuzbandriss weiter kein Thema ist.

Fabian Schleusener würde im 4-2-3-1 erneut über links kommen, immer wieder aber in die Mitte ziehen. Der mit acht Treffern beste Torschütze ist auch in einer Doppelspitze neben Andrew Wooten vorstellbar. Dann könnte Sören Dieckmann von der linken Abwehrseite nach vorne rücken, womit für mehr Stabilität gesorgt sein sollte. Bei dieser Variante müsste nur noch die passende Lösung für den rechten Flügel gefunden werden.