VfL Osnabrück: Kaderplanung läuft in alle Richtungen

Benjamin Schmedes hofft auf zeitnahe Vertragsverlängerungen

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 27.12.19 | 07:50
Daniel Thioune beim VfL Osnabrück

Vor den winterlichen Personalplanungen hofft Daniel Thioune noch auf einen positiven Jahresabschluss. © imago images/pmk

Beim 1. FC Heidenheim hofft der VfL Osnabrück am Sonntag auf einen guten Rückrundenstart und gleichzeitig eine Fortsetzung des Erfolgslaufs der letzten Wochen, der die Lila-Weißen bis auf Rang fünf katapultiert hat. Aufgrund der insgesamt schon eingesammelten 26 Punkte, die dem Aufsteiger zu diesem Zeitpunkt wohl nur wenige zugetraut haben, ist ein entspanntes Weihnachten rund um die Bremer Brücke allerdings schon jetzt sicher.

Für Sportdirektor Benjamin Schmedes, der zusammen mit Trainer Daniel Thioune der Vater der aktuellen Erfolge ist, geht es indes auch in der Winterpause mit nicht wenig Arbeit weiter. So gilt es die Planungen für die nächste Saison voranzutreiben, was angesichts von 17 am 30. Juni 2020 auslaufenden Verträgen reichlich Zeit in Anspruch nehmen wird.

Die Gespräche laufen bereits

Gegenüber dem „Kicker“ (Ausgabe 103/2019 vom 19.12.2019) verriet Schmedes nun aber, dass die Gespräche mit verschiedenen Akteuren bereits angelaufen sind. Schmedes hat dabei die Hoffnung, in puncto Vertragsverlängerungen „möglichst zeitnah“ zu Abschlüssen zu kommen.

Schmedes verriet darüber hinaus aber auch, sich mit dem einen oder anderen kaum eingesetzten Akteur im Gespräch zu sein. „Zur Kaderplanung gehört ja auch, mit den bei uns unter Vertrag stehenden Spielern über ihre Perspektive zu sprechen, um sich gegebenenfalls zu verändern. Da befinden wir uns im offenen Austausch“, so der VfL-Sportdirektor. Manuel Farrona Pulido und Alexander Riemann sind in diesem Zusammenhang mutmaßlich zwei von mehreren Kandidaten.

„ Das Interesse anderer Klubs ist ein Indikator für gute und erfolgreiche Arbeit. ”
Benjamin Schmedes

Dass auch Osnabrücker Profis, die man liebend gerne auch künftig im lila-weißen Trikot sähe, andernorts Begehrlichkeiten wecken, ist der Preis der aktuellen Erfolge, den Schmedes aber gerne in Kauf nimmt: „Wenn wir jetzt auf Platz 18 stünden, müsste ich mir solche Sorgen sicherlich nicht machen. Trotzdem ist mir die jetzige Situation deutlich lieber. Das Interesse anderer Klubs ist ein Indikator für gute und erfolgreiche Arbeit.“

Und man darf davon ausgehen, dass Schmedes mit seinen Mitarbeitern schon jetzt den einen oder anderen Kandidaten im Blick hat, der eine möglicherweise entstehende Lücke schließen könnte. In der Winterpause ist allerdings erst einmal kein Abgang eines Leistungsträgers zu erwarten.