Wehen Wiesbaden: Zwei neue Optionen im Endspurt

Schwadorf und Schönfeld nach langen Zwangspausen zurück

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 04.06.20 | 10:06
Patrick Schönfeld

Nach über einem Jahr Pause zurück: Patrick Schönfeld. © imago images / Eibner

So ärgerlich die 2:3-Niederlage des SV Wehen Wiesbaden am Sonntag beim Hamburger SV nach einer engagierten Leistung auch war, gab es dennoch auch positive Aspekte. Dazu zählte neben dem Doppelpack von Manuel Schäffler, der sich mit nun 18 Treffern an die Spitze der Torjägerliste setzte und auf dem auch im Endspurt Verlass scheint, die Rückkehr von gleich zwei Langzeitverletzten.

Schwadorf als zusätzliche Offensiv-Alternative

Nach 75 Minuten brachte Trainer Rüdiger Rehm Jules Schwadorf, der zuvor letztmals Anfang April 2019 bei der 1:2-Niederlage beim FSV Zwickau auf dem Platz stand und dann über ein Jahr mit einer schweren Sprunggelenksverletzung sowie deren Folgen zu kämpfen hatte. Nachdem Schwadorf bereits im März ein erstes Mal wieder im Kader stand, reichte es in Hamburg zu einem Kurzcomeback, dem nun weitere Einsätze folgen könnten.

Mit dem 27-Jährigen, der vergangene Saison bis zu seiner Verletzung in 29 Drittliga-Spielen zwei Tore und fünf Vorlagen zum späteren Aufstieg beigesteuert hatte, besitzt Coach Rehm eine zusätzliche, flexible Alternative für die Offensive, vornehmlich indes eine weitere Option für den linken Flügel. Weil sein Vertrag Ende Juni ausläuft, dürfte Schwadorf sicher daran gelegen sein, sich in den kommenden Wochen möglichst oft und möglichst gut zu präsentieren.

Schönfeld zuletzt in der Relegation auf dem Platz

Zehn Minuten nach Schwadorf betrat im Hamburger Volksparkstadion Patrick Schönfeld das Spielfeld, der zum ersten Mal seit dem Relegations-Hinspiel gegen den FC Ingolstadt (1:2) am 24. Mai 2019 im Einsatz war. In dieser Saison fiel der 30-Jährige, der mit 150 Zweitliga-Spielen zusammen mit Keeper Heinz Lindner, Torjäger Schäffler und Stefan Aigner zu den wenigen erfahrenen Profis im Kader gehört, wegen einer Sehnenverletzung am Knie lange aus. In Hamburg stand der Routinier, der zwischenzeitlich auch noch von einer Blinddarm-OP von einem früheren Comeback abgehalten wurde, erstmals im Aufgebot und feierte direkt sein Comeback.

Mit seiner Erfahrung aus mehreren Abstiegskämpfen unter anderem bei Rot-Weiß Oberhausen und Eintracht Braunschweig könnte Schönfeld, dessen Vertrag ebenfalls endet, im Endspurt noch zu einem wichtigen Faktor werden – sofern Körper und Fitness mitspielen. Für 90 Minuten dürfte es für den zentralen Mittelfeldmann indes ebenso noch nicht reichen wie für Schwadorf.

Das Restprogramm des SV Wehen Wiesbaden