1. FC Heidenheim: Trotz Pokal-Aus ein historischer Abend

Gegen Köln wartet das nächste Highlight

Robert Glatzel erzielt Tor per Kopf bei Spiel Bayern gegen Heidenheim

Überragende Leistung. Der gebürtige Münchener Robert Glatzel (l.) erzielte hier das erste seiner drei Tore gegen die Bayern. ©Imago/eibner

Im Vorfeld schien nur die Frage zu sein, wie hoch die Niederlage des 1. FC Heidenheim beim FC Bayern München ausfallen würde. Dass der Tabellensechste des 2. Bundesliga beim Rekordmeister ernsthaft auf den Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals würde hoffen dürfen, zog niemand wirklich in Betracht. Doch dann lieferte der FCH 90 Minuten ab, die ab sofort ihren festen Platz in den Geschichtsbüchern des Vereins haben werden.

Zwar reichte es letztlich nicht ganz zum großen Coup, doch in München nach einem frühen Rückstand mit einer 2:1-Führung in die Pause zu gehen und im zweiten Durchgang aus einem 2:4 noch ein 4:4 zu machen, schaffen nicht viele Vereine. Natürlich war der Spielverlauf aus Heidenheimer Sicht auch begünstigt durch die rote Karte für Niklas Süle in der 15. Minute, aber dennoch war der Auftritt trotz der 4:5-Niederlage am Ende aller Ehren wert.

Schmidt traurig und stolz zugleich

Zu Recht durfte Heidenheims Trainer Frank Schmidt auf der vereinseigenen Webseite nach dem Spiel davon sprechen, dass in der Endphase vor dem unglücklichen Elfmeter zum fünften Bayern-Treffer auch ein Sieg drin war: „Ich bin unendlich traurig, dass wir ausgeschieden sind. Ich glaube, es hätte auch andersrum ausgehen können in so einer wilden Partie“, so Schmidt der sicherlich die Chance von Denis Thomalla im Kopf hatte, der in der 82. Minute an Sven Ulreich scheiterte und die 5:4-Führung verpasste.

Wir haben heute eine Visitenkarte abgeben können, was Heidenheim ausmacht. (Frank Schmidt)

Nichtdestotrotz war Schmidt auch der Stolz auf seine Mannschaft anzumerken: „Wir haben heute eine Visitenkarte abgeben können, was Heidenheim ausmacht. Es hat Spaß gemacht, das war ein Wahnsinns-Abend aus unserer Sicht mit dem falschen Ergebnis.“

Und das nächste Highlight wartet bereits auf den FCH. Am Sonntag gastiert der 1. FC Köln, der zuletzt fünfmal in Folge gewonnen hat, in der Voith-Arena. Auch wenn es in München nicht ganz zur Sensation reichte, dürfen Marc Schnatterer und Co. die Partie gegen den Tabellenführer mit breiter Brust angehen, um mit einer Leistung wie in der Allianz Arena die eigenen Aufstiegschancen zu wahren.

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