Fortuna Düsseldorf: Dreierkette mit Zukunft?

Stabile Defensivleistung bis zum Platzverweis

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 26.10.20 | 08:36
Uwe Rösler

Mit seiner Dreierkette in Hannover zufrieden: Uwe Rösler. © imago images / Poolfoto

Mit nur vier von 15 möglichen Punkten sind die ersten fünf Spieltage sicherlich nicht so verlaufen, wie man es sich bei Fortuna Düsseldorf erhofft und ein Stück weit auch erwartet hatte. Anstatt von Beginn an oben mitzumischen und den erst vor gut einer Woche selbst zum Ziel ausgerufenen Aufstieg ins Visier zu nehmen, findet sich der Bundesliga-Absteiger lediglich auf Rang 16 wieder.

Dass mit dem Hamburger SV und Holstein Kiel die beiden Teams auf den direkten Aufstiegsrängen bereits elf bzw. sechs Punkte entfernt sind und es auch bis zu Hannover 96 auf Relegationsplatz drei schon fünf Zähler sind, dürfte den Verantwortlichen in Kombination mit den bisherigen Ergebnissen und Leistungen der Mannschaft von Trainer Uwe Rösler die Sorgenfalten auf die Stirn treiben.

Das gestrige 0:3 bei Hannover 96 war indes zumindest teilweise ein Mutmacher. Denn bis zur gelb-roten Karte für Matthias Zimmermann in der 52. Minute, die man nicht nur im Düsseldorfer Lager als sehr hart einstufte, präsentierten sich die Rheinländer defensiv ordentlich. Das lag sicherlich auch an der erstmals in dieser Saison praktizierten Dreierkette, die von Rösler generell favorisiert wird und vom Coach nach der Partie auch positiv hervorgehoben wurde.

André Hoffmann bald wieder dabei?

„Wir haben in der ersten Halbzeit gegen eine ambitionierte, spiel- und heimstarke Mannschaft nur wenig zugelassen. Unsere Dreierkette mit zwei sehr jungen Innenverteidigern hat das sehr gut gemacht“, so der Fortuna-Trainer, der den 20-jährigen Christoph Klarer und den auch nur zwei Jahre älteren Kevin Danso zusammen mit Luka Krajnc in der letzten Reihe aufgeboten hatte, auf der vereinseigenen Webseite.

„ Unsere Dreierkette mit zwei sehr jungen Innenverteidigern hat das sehr gut gemacht. ”
Uwe Rösler

Auch wenn offensiv nicht zum ersten Mal in dieser Saison vieles Stückwerk blieb und nach 90 Minuten kein einziger Schuss auf das Hannoveraner Tor bilanziert werden konnte, dürfte die Dreierkette erst einmal weiter gefragt sein. Möglicherweise am Freitag gegen den 1. FC Heidenheim wieder mit André Hoffmann als zusätzlicher Option, der die letzten drei Partien wegen muskulärer Probleme fehlte. Ob der 27-Jährige, der eigentlich schon vergangene Woche wieder ins Training hätte einsteigen sollen, in den kommenden Tagen voll belastbar ist, bleibt allerdings abzuwarten.